Vier Argumente für die Darmkrebs-Vorsorge

Keine Ausreden mehr: Wie man Männer von der Krebsvorsorge überzeugt

In Deutschland sterben jährlich fast 26.000 Menschen an Darmkrebs.1 Ein besonders hohes Risiko an dieser Krebsform zu erkranken, haben Männer – umso wichtiger ist die regelmäßige Vorsorge. Mit welchen Argumenten Frauen es schaffen können, ihre Männer von der Inanspruchnahme der unbeliebten Darmspiegelung zu überzeugen, weiß Beate Landgraf, psychologische Beraterin bei der SBK. Sie hat vier Argumente, die auch den größten Vorsorgemuffel zum Arztbesuch bewegen.

„Viele Männer, mit denen ich in meiner Praxis spreche, scheuen sich, zu Vorsorgeunter-suchungen zu gehen“, erklärt SBK-Expertin Landgraf und ergänzt: „Besonders gefürchtet ist die Darmspiegelung, da der Eingriff als unangenehm gilt – und weil die Angst groß ist, dass der Arzt eine Anomalie entdeckt.“ Um Männern diese Furcht zu nehmen, empfiehlt Beate Landgraf, sie mit folgenden Argumenten von der Krebsvorsorge zu überzeugen:

1. Eine Darmspiegelung ist Vorsorge, die greift

Bei der Vorsorge können schon kleinste Veränderungen erkannt werden. Ein Beweis für die Wirksamkeit: In den ersten zehn Jahren seit Einführung der gesetzlichen Darmkrebs-Vorsorge sank die Neuerkrankungsrate um rund 14 Prozent.2

2. Eine Darmspiegelung ist kurz und schmerzlos

Selbstverständlich gibt es Angenehmeres, als sich einer Darmspiegelung zu unterziehen. Allerdings dauert sie nur etwa 20 Minuten, senkt dafür das Darmkrebs-Risiko aber um 95 Prozent. Auf Wunsch kann der Patient sogar nach einer Beruhigungsspritze oder einer Kurznarkose fragen – dann merkt er von der Untersuchung (fast) gar nichts.

3. Eine Darmspiegelung bringt Gewissheit

Die Zuverlässigkeit von Darmspiegelungen liegt bei 97 Prozent. Das heißt, dass mit dieser Untersuchung fast alle Adenome und Polypen – Wucherungen, die zu Krebszellen werden können – im Darm entdeckt und sofort entfernt werden können. So entwickeln sich die Veränderungen gar nicht erst zu Krebs weiter. 

4. Eine Darmspiegelung erhöht die Lebenserwartung

Wird Darmkrebs frühzeitig erkannt, stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung gut: Zwischen 2003 und 2012 sank die Zahl der an Darmkrebs verstorbenen Männer um fast 21 Prozent, bei Frauen sogar um über 26 Prozent.3

„Wer Angst vor der Diagnose Krebs hat, sollte sich dieser Angst auch stellen und unbedingt seinen Arzt ins Vertrauen ziehen“, rät Beate Landgraf. Schließlich könnten schon umfassende Informationen die Angst vor der Untersuchung lindern. „Das gilt übrigens für Männer wie Frauen gleichermaßen.“Das passiert bei einer DarmspiegelungBei einer Darmspiegelung führt der Arzt einen fingerdicken Schlauch mit Kamera, das sogenannte Endoskop, rektal ein. Es sendet die Bilder direkt auf einen Monitor, während der Arzt den Darm Zentimeter für Zentimeter auf Auffälligkeiten wie Polypen und Adenome absucht. 

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