Hinweise zum Schutz vor Corona

Was sollten Sie wissen?

Die Corona-Pandemie trifft alle Bereiche unseres persönlichen Lebens. Damit Sie trotz der sich ständig wandelnden Situation bestens informiert sind, haben wir Ihnen hier ein paar wissenswerte Themen zusammengestellt.

Allgemeine Informationen

Informieren Sie sich zur Corona-Warn-App, zu Symptomen und Testmöglichkeiten sowie zu Besuchsregelungen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie die SBK in dieser Krisensituation unterstützen kann.

Diese App soll helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen und wird deshalb von der Bundesregierung unterstützt. Sie dokumentiert digitale Begegnungen der Smartphones und kann Sie so schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Seit Veröffentlichung dieser App haben mehr als 17 Millionen User die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts heruntergeladen.

Die Corona-Warn-App können Sie für Android-Smartphones bei Google Play sowie für iPhones im App Store herunterladen.

Die App läuft im Hintergrund auf Ihrem Smartphone. Mithilfe der Bluetooth Funktion registriert sie andere Personen in der Nähe, welche diese App ebenfalls auf Ihrem Smartphones aktiviert haben. Für jede einzelne Begegnung generiert die App eine per Zufallsprinzip erstellte Bluethooth-ID.

Diese Bluetooth-ID’s (Zufallscodes) werden dann für begrenzte Zeit (14 Tage) auf Ihrem Smartphone gespeichert – die App „merkt“ sich also die Begegnungen. Wird nun ein App-Nutzer positiv auf das Corona-Virus getestet, kann er freiwillig anderer Nutzer über die Eingabe in der App darüber informieren.

Die App prüft dann mit Hilfe der erstellten Zufallscodes, ob und wie lang Sie mit der positiv getesteten Person Kontakt hatten. Anhand dieser Überprüfung, zeigt Ihnen die App eine entsprechende Warnung an.

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts werden alle Daten der Nutzerinnen und Nutzer verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert.

Wenn Sie die Corona-Warn-App bereits heruntergeladen und aktiviert haben, ist Ihnen sicherlich der erste Status schon bekannt:

Unbekanntes Risiko:

Wenn die Risiko-Ermittlung des Users nicht lang genug aktiviert war, erscheint die Statusanzeigen „unbekanntes Risiko“. Meist ist dies während der ersten 24 Stunden nach Installation der App der Fall.

Niedriges Risiko (grüne Anzeige):

Hier gibt es verschiedene Konstellationen:

  • Niedriges Risiko – bisher keine Risiko-Begegnung: Dieser Status sagt aus: „alles okay“ – Ihre Begegnungsaufzeichnung zeigt keinerlei Begegnungen mit einer nachweislich Corona-positiv getesteten Person an.
  • Niedriges Risiko – 1 Risiko-Begegnung mit niedrigem Risiko: Auch dieser Status ist kein Grund zur Panik. Zwar hatten Sie in den letzten Tagen Kontakt mit einer nachweislich Corona-positiv getesteten Person, jedoch war dieser Kontakt zu kurz oder die Person zu weit entfernt oder beides.

Was genau bedeutet das?

Mit Hilfe der Bluetooth-Technik ermittelt die App bei Begegnungen zwei verschiedene Parameter:

  1. Die Dauer einer Begegnung und
  2. Die Distanz zwischen den beiden App-Nutzern.

Diese Werte werden durch verschiedene Messungen berechnet und ein bestimmter Schwellenwert (Grenzwert) wird dafür hinterlegt. Wird dieser nicht überschritten, besteht ein niedriges Ansteckungsrisiko.

Dennoch: „Niedriges Risiko“ bedeutet nicht, dass es kein Infektionsrisiko gab. Abstands- und Hygieneregeln sollten weiterhin eingehalten werden. Deswegen wird in der App auch bei niedrigem Risiko auf die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln hingewiesen.

Erhöhtes Risiko (rote Anzeige):

Mit diesem Status warnt Sie die App darüber, dass Sie in den vergangenen 14 Tagen mindestens eine Begegnung mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Dabei wurden die definierten Schwellenwerte überschritten.

Die App fordert Sie bei dem Status „erhöhtes Risiko“ auf, Ihre persönliche Kontakte zu reduzieren. Bei Symptomen sollte der Hausarzt, der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 oder das Gesundheitsamt kontaktiert werden.

Ausführliche Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung.

Die Symptome für eine Grippe, Erkältung oder COVID-19 sind oftmals sehr ähnlich – können aber von Person zu Person unterschiedlich sein. Um eine Grippe oder Erkältung von COVID-19 zu unterscheiden, sollten Sie auf folgende Symptome achten:

  • Der Fieberverlauf bei an COVID-19 erkrankten Personen ist meist milder als bei Grippe-Erkrankten. Bei einer Grippe kann die Körpertemperatur teilweise binnen kürzester Zeit stark ansteigen (über 40 Grad Celsius) und das Wohlbefinden des Betroffenen verschlechtert sich meist innerhalb weniger Stunden.
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Gliederschmerzen können Begleiterscheinungen von COVID-19 sein – sind jedoch bei einer Grippe deutlich häufiger.
  • Trockener Husten (ohne Schleimbildung) und Kurzatmigkeit sind Anzeichen für COVID-19. Bei Grippe-Erkrankten ist der Husten oftmals mit Schleimproduktion verbunden.
  • Niesen und Halsschmerzen sind eher Symptome einer saisonal auftretenden Erkältung. Diese Symptome treten bei Grippe oder COVID-19 eher seltener auf.

Weiterführende Informationen zu Symptomen der Grippe und COVID-19 finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Eine endgültige Gewissheit, ob Sie sich mit COVID-19 angesteckt haben, kann Ihnen jedoch nur ein Test bringen.

Test aufgrund von Symptomen:

Wenn Sie vermuten, Symptome einer Corona-Infektion zu haben, melden Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder unter der Telefonnummer 116 117 bei der Vermittlungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung. Dort wird entschieden, wann, wie und ob ein Corona-Test durchgeführt wird und Sie werden gegebenenfalls in ein Testzentrum vermittelt.

Test ohne Corona-Symptome:

Personen, die einen Warnhinweis (erhöhtes Risiko) über die Corona-Warn-App erhalten haben, können sich kostenfrei beim Hausarzt oder beim Gesundheitsamt testen lassen. Nehmen Sie dafür vorab telefonisch Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf oder rufen Sie bei der Vermittlungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 an.

Eine kostenfreie Testung ist nach der neuen Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums unter anderem möglich,

  • für Personen, die Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten oder
  • für Pflegepersonal und deren Bewohner, wenn ein COVID-19-Fall in einer Einrichtung bestätigt wurde,
  • für Personen, die die Versorgungsform wechseln, also zum Beispiel bei einem Wechsel vom Krankenhaus in eine Pflege- oder Rehabilitationseinrichtung.

Über die Durchführung der Tests entscheidet in diesen Fällen das Gesundheitsamt.

Sonderregelung Bayern:

Im Bundesland Bayern können sich aktuell auch all jene kostenfrei testen lassen, die keine Corona-Symptome aufweisen. Die Tests werden von Praxen des sogenannten Testkonzepts durchgeführt. Die Kontaktdaten finden Sie in der Suchmaske „Arzt-/Psychotherapeutensuche“ im Suchfeld „Arzt für Coronavirus Test“ unter www.kvb.de.

Test für Reiserückkehrer:

Dieses Thema ist sehr dynamisch und es können sich täglich Änderungen ergeben. Aktuelle Fragen und Antworten zu Coronatests bei Einreisen nach Deutschland finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Weitere wichtige Infos zu „Auslandsreisen während Corona-Zeiten“ haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Natürlich möchte man auch in Corona-Zeiten Freunde und Angehörige in schwierigen Lebenssituation beistehen und Trost spenden. Dazu gehört auch ein Besuch in einer Pflegeeinrichtung oder in einem Krankenhaus.

Patientenbesuche sind seit einigen Monaten wieder erlaubt – jedoch mit einigen Einschränkungen und Hygienemaßnahmen:

  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss auch in diesen Einrichtungen eingehalten werden.
  • Sowohl der Besucher als auch die besuchte Person muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Des Weiteren hat jede Einrichtung eigene Schutz- und Hygienekonzepte. Beispielsweise haben einige Krankenhäuser die Besuchszeiten gekürzt, oder erlauben nur einen Besucher pro Patient.

Unser Tipp: Informieren Sie sich vorab telefonisch oder online bei der jeweiligen Einrichtung über die dort geltenden Auflagen.

Kontaktbeschränkungen, geschlossene Kitas und „Homeschooling“: Die Corona-Pandemie hat unser aller Alltag spürbar verändert. Für jeden Einzelnen ist das eine zusätzliche psychische Belastung. Dies kann sowohl bei Menschen mit einer bereits bestehenden psychischen Erkrankung als auch bei bisher gesunden Menschen Stress, Ängste und Unsicherheit verursachen.

Wir von der SBK unterstützen Sie mit dem Angebot unseres Kooperationspartners Selfapy. Selfapy bietet psychologische Beratung und 12-wöchige Online-Therapieprogramme zu verschiedenen Themen der psychischen Gesundheit. Mehr Informationen zu Selfapy finden Sie hier.

Corona und Familie

Auch Kinder können sich mit dem Corona-Virus anstecken. Bisherigen Daten zufolge ist der Krankheitsverlauf von COVID-19 jedoch selbst bei Babys und Kleinkindern häufig geringer ausgeprägt und verläuft milder als bei Erwachsenen. Dennoch ist die aktuelle Corona-Pandemie für Familien, besonders mit Kleinkindern, keine einfache Situation.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Symptome bei Kindern nicht von den Symptomen bei Erwachsenen. Mehr zu den Symptomen lesen Sie auf dieser Seite unter Wie unterscheide ich Grippe- bzw. Erkältungssymptome von Corona?.

Bei Auftreten von Symptomen sollten Sie Kontakt mit der Haus- oder Kinderarztpraxis oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 aufnehmen. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Der Haus- beziehungsweise Kinderarzt oder der Arzt beim Gesundheitsamt entscheidet, wann, wie und ob ein Corona-Test durchgeführt wird. Sollte ein Test angeraten werden, darf das betroffene Kind erst wieder in die Kindertageseinrichtung oder Schule zurückkehren, wenn eine Bestätigung des Arztes oder des Gesundheitsamtes vorliegt und ein Verdachtsfall ausgeschlossen worden ist.

Kinder sollten zudem auch nicht in der Kindertageseinrichtung betreut werden oder in die Schule gehen, wenn ein Familienangehöriger nachweislich an COVID-19 erkrankt ist und sich in Quarantäne befindet oder Krankheitszeichen zeigt.

Mit Ihrem Kind über diese möglicherweise belastende Situation zu sprechen und es auf eine häusliche Quarantäne vorzubereiten, ist für Sie als Elternteil möglicherweise eine Herausforderung. Wichtig ist: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die aktuelle Situation. Seien Sie ehrlich, hören Sie aktiv zu und versuchen Sie Ihrem Kind die Quarantäne altersgerecht zu erklären. Weitere Hinweise dazu können Sie auf der Internetseite der Bundesregierung nachlesen.

Außerdem finden Sie auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums digitale Lernangebote und Tipps, wie sich Kinder und Jugendliche zu Hause sinnvoll beschäftigen können. 

Grundsätzlich unterscheiden sich die Hygieneregeln bei Kindern nicht von denen der Erwachsenen.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Die Hände sollen regelmäßig und gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Das Berühren der Schleimhäute im Gesichtsbereich (Augen und Mund) mit ungewaschenen Händen sollte vermieden werden.
  • Beim Husten und Niesen sollen sich Kinder von anderen Personen wegdrehen. Es sollen Einmaltaschentücher benutzt oder in die Armbeuge gehustet oder geniest werden.

Beim Händewaschen soll die gesamte Hand für mindestens 20-30 Sekunden mit Seife eingeschäumt werden. Auch kaltes Wasser ist ausreichend. Es sollten hautschonende Flüssigseife sowie Einwegtücher oder ein eigenes Handtuch zum Abtrocknen genutzt werden. Anders als bei Erwachsenen ist eine Handdesinfektion bei Kindern nicht relevant. Es sollte eher auf eine geeignete Pflege der Kinderhände nach der Reinigung geachtet werden, um die sensible Haut nicht zu stark zu reizen.

Das Ritual des Händewaschens sollte natürlich dem Alter und der Entwicklung des Kindes angepasst werden.

Kinder unter zwei Jahren und schlafende Kinder dürfen keine Maske tragen, um einer Erstickungsgefahr vorzubeugen. Hier finden Sie Tipps und Hinweise zum richtigen Tragen, gründlichen Reinigen und kindgerechten Einüben und Erklären einer Mund-Nasen-Bedeckung, einer sogenannten Community-Maske für Ihr Kind.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt im häuslichen Bereich die einfache Reinigung mit gängigen Putzmitteln. Flächendeckende Desinfektion in Bereichen, in denen sich keine erkrankten Personen aufhalten, ist nicht empfohlen. Auch Gebrauchsgegenstände wie Spielsachen müssen im privaten Umfeld nicht regelmäßig desinfiziert werden.

Für Kinder ist das Aufwachsen mit Großeltern häufig eine Bereicherung. Sie sind nach den Eltern meist die wichtigsten Menschen für Kinder.

Bitte beachten Sie auch bei einem Besuch bei den Großeltern die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen, sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aller Besucher inklusive Ihrem Kind. Außerdem sollte Ihr Kind gesund sein und keine Krankheitssymptome aufweisen.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern sollte ebenfalls eingehalten werden, da mit zunehmendem Alter das Risiko einer schwereren COVID-19-Erkrankung steigt. Gestalten Sie den Besuch bei den Großeltern am besten an der frischen Luft – zum Beispiel mit einem Spaziergang durch den Park. Das stärkt neben der Bindung zu den Großeltern auch das Immunsystem.

Sollte Ihr Besuch im Senioren- oder Pflegeheim stattfinden, beachten Sie die dort geltenden Besuchsregeln der Einrichtungen. 

Unser Tipp: Informieren Sie sich vorab über die jeweiligen Auflagen telefonisch oder online bei der jeweiligen Einrichtung.

Sie hatten eine Mutter-Vater-Kind-Kur beantragt und das Corona-Virus hat Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht? So geht es aktuell vielen Versicherten.

Wir haben gute Nachrichten für Sie: Für bereits genehmigte und aufgrund des Corona-Lock-Downs ausgefallene Mutter-Vater-Kind-Kuren gilt die Genehmigung der SBK weiter bis zum 30.04.2021.

Natürlich stehen wir Ihnen digital und telefonisch zur Verfügung, wenn Sie noch keine Genehmigung haben und einen neuen Antrag stellen möchten. Sollte Ihr Anliegen nur persönlich gelöst werden können, wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Kundenberater.

Weitere Antworten rund um das Thema Rehabilitation finden Sie hier.

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