2016-02 Palliativversorgung

Gerade in der Letzten Lebensphase brauchen Patienten und ihre Angehörigen Unterstützung und Wertschätzung. Die SBK setzt sich für mehr Rechte für Betroffene und eine bessere Versorgung ein.

Versorgung an die Bedürfnisse der Menschen anpassen

Durch die Anpassung der Finanzierung der ambulanten und stationären Hospizleistungen sowie die Einführung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sind in den letzten Jahren wichtige Fortschritte in der Versorgung von Patienten in der letzten Lebensphase erzielt worden. Dennoch verbleibt ein erheblicher Handlungsbedarf, um die Bedürfnisse der Patienten umfassend und flächendeckend zu befriedigen.

Die Regierungsparteien haben dieses wichtige Thema als Handlungsfeld der aktuellen Legislaturperiode benannt und im Eckpunktepapier „Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland“ im November 2014 konkretisiert. Die SBK hat das 2015 beschlossene Hospiz- und Palliativgesetz begrüßt, da es Verbesserungen für Patienten in der letzten Lebensphase bewirkten dürfte. Gleichzeitig hält die SBK weitere Initiativen für wichtig, um die Versorgung von Patienten in ihrer letzten Lebensphase noch weiter zu verbessern:

Politische Forderungen der SBK für eine bessere Palliativversorgung (PDF, 72 KB)

Die SBK befasste sich bereits 2013 in einem internen Projekt ausführlich mit der Situation und den Bedürfnissen von Menschen in der letzten Lebensphase und erarbeitete konkrete Maßnahmen für den Versorgungs- und Beratungsalltag. Sie sollen als Diskussionsbeitrag zum gesetzgeberischen Handlungsbedarf dienen.

Diskussionsbeitrag: Versorgung an die Bedürfnisse der Menschen anpassen (PDF, 552 KB)

(erschienen im Highlights Magazin 07/2015)

 

Palliativberatung bei der SBK

Im Rahmen einer speziellen Palliativberatung begleitet die SBK Versicherte in der letzten Lebensphase und ihre Angehörige. Patienten mit schweren, tödlich verlaufenden Erkrankungen und deren Angehörige berät die SBK zu Themen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, zu Leistungen der Krankenversicherung und insbesondere zu den Versorgungsstrukturen. Durch die Beratung soll sichergestellt werden, dass die Patienten – soweit dies gewünscht ist – Zuhause sterben können, dass sie umfassend versorgt sind und keine unnötigen Krankenhausaufenthalte mehr über sich ergehen lassen müssen. Das Angebot gibt es seit 2015 und ist bislang deutschlandweit einmalig.

  • Sechs speziell ausgebildete Fachberater bieten kompetente und einfühlsame Beratung.
  • 2015 wurden 853 Versicherte begleitet.
  • Am häufigsten nutzen SBK-Kunden die Beratung zur Patientenverfügung und benötigten Kontakte zu Hospizen und Pflegediensten.
  • 4,2 Mio. EUR investierte die SBK 2015 in die Begleitung von Patienten in der letzten Lebensphase.