2. Quartal 2015

Die SBK Siemens-Betriebskrankenkassen schließt das 2. Quartal 2015 mit einem Defizit ab. Das entspricht dem Branchentrend in diesem Zeitraum. Im Mai wird die SBK zur "Beliebtesten Krankenkasse 2015" gewählt.

  • Zum Halbjahr 2015 liegt das Defizit der GKV bei rund 460 Mio. Euro.
  • Bei allen Kassenarten, mit Ausnahmen der Knappschaft, übersteigen die Ausgaben die Einnahmen. Bei BKKn, IKKn und VdeK setzt sich damit der Trend des ersten Quartals fort.
  • Betrachtet man das Defizit pro Versicherten, ist der Handlungsdruck für die Kassenarten sehr unterschiedlich.
  • Von den rund 460 Mio. Euro Defizit werden ca. 420 Mio. Euro dadurch verursacht, dass der durchschnittlich erhobene Zusatzbeitrag nur 0,83 Prozent beträgt.
  • Hätten alle Krankenkassen den vom Schätzerkreis empfohlenen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent, würde sich die Finanzlage deutlich anders darstellen.
  • Dies zeigt die Fehlsteuerung durch den Morbi-RSA. Beitragssatzpolitik kann nicht die Lösung für die Zukunft sein – akuter Handlungsbedarf besteht in der Reform des Morbi-RSA.

Im ersten Halbjahr 2015 belaufen sich die Einnahmen auf 1.398.560 TEUR Euro. Die Ausgaben liegen bei 1.408.720 TEUR. Im Ergebnis bedeutet dies ein Defizit von 10.160 TEUR.

Die SBK hat zum 30. Juni 2015 ein Vermögen von 171 Mio. EUR. Die liquiden Mittel betragen 447 Mio. EUR. Hiermit können knapp zwei Monatsausgaben der SBK finanziert werden.

Insgesamt belaufen sich die Ausgaben der SBK im ersten Halbjahr auf 1.409 Mio. EUR. 1.336 Mio. EUR davon hat die SBK in Form von Leistungsausgaben für die Versorgung ihrer Versicherten ausgegeben – das sind fast 95 Prozent der Gesamtausgaben.

Die Verwaltungsausgaben liegen mit 4,8 Prozent erneut deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Auf die sonstigen Ausgaben entfallen 0,4 Prozent.

Kostentreiber sind insbesondere die Posten Krankenhaus und Arzneimittel. Hier liegen die Ausgaben 4,7 Prozent bzw. 5,8 Prozent über den Ausgaben im Vorjahreszeitraum.

 

Die SBK versichert zum 30.6.2015 1.041.176 Menschen.