Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine

Auf dieser Seite beantworten wir wichtige Fragen rund um die Krankenversicherung in Deutschland für Flüchtlinge aus der Ukraine.

Тут ви знайдете інформацію для біженців з України українською мовою. (Hier finden Sie Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine in ukrainischer Sprache.)

Bitte wenden Sie sich zunächst an das Sozialamt der Stadt oder Gemeinde, in der Sie sich aufhalten. Dies ist unabhängig davon, ob Sie privat oder in einer zugeteilten Unterkunft wohnen.

Sie brauchen sich vorab nicht zu registrieren und auch keinen Antrag auf Asyl zu stellen.

Sobald Sie sich beim Sozialamt gemeldet haben, bekommen Sie eine sogenannte „Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz“. Mit dieser Bescheinigung sind Sie berechtigt, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Das Sozialamt stellt Ihnen entweder einen Behandlungsschein aus oder meldet Sie bei einer Krankenkasse an. Sie können die Krankenkasse nicht selbst wählen. Das Sozialamt hat die Möglichkeit, die SBK als betreuende Krankenkasse auszuwählen.

Auch Ihre anspruchsberechtigten Familienangehörigen, also Ehepartner und Kinder, müssen beim zuständigen Sozialamt gemeldet werden. Sie sind dann ebenfalls berechtigt, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Die Adresse des zuständigen örtlichen Sozialamts erfahren Sie bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, beim Landratsamt oder auf deren jeweiligen Internetseiten.

Sobald Sie sich beim zuständigen Sozialamt gemeldet haben, können Sie medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.

Medizinische Leistungen erhalten Sie für die Dauer Ihres Aufenthalts in Deutschland.

Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an das Sozialamt der Stadt oder Gemeinde, in der Sie sich zu diesem Zeitpunkt aufhalten.

Sie brauchen für die medizinische Versorgung nichts zu bezahlen. Die Leistungen zur medizinischen Versorgung werden durch die Länder bzw. Kommunen finanziert.

Wenn Sie eine Ersatzbescheinigung oder eine Gesundheitskarte der SBK haben, legen Sie diese einfach in der Arzt- oder Zahnarztpraxis vor. Andernfalls legen Sie den Behandlungsschein, den Sie von Ihrem zuständigen Sozialamt erhalten haben, in der Arzt- oder Zahnarztpraxis vor.

Ja, im Notfall können Sie sich an die Notaufnahme eines Krankenhauses wenden. Den Notruf in Deutschland erreichen Sie unter der Telefonnummer 112.

Wenn kein Notfall vorliegt, Sie aber medizinische Hilfe außerhalb der üblichen Praxis-Sprechzeiten brauchen, z. B. an Wochenenden und Feiertagen, wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Diesen erreichen Sie unter der Telefonnummer 116 117.

Um Medikamente zu bekommen, brauchen Sie zunächst ein Rezept. Dieses stellt Ihnen ein Arzt aus. Das Rezept können Sie in jeder Apotheke kostenfrei einlösen. 

Wenn Sie akut erkrankt sind, können Sie folgende medizinische Leistungen in Anspruch nehmen:

  • Ärztliche und zahnärztliche Behandlung
  • Behandlung im Krankenhaus
  • Medikamente
  • Schutzimpfungen
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Hilfsmittel, z. B. Gehstützen, Rollstühle
  • Heilmittel, z. B. Physiotherapie

Mit einem Aufenthaltstitel ist der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für Sie grundsätzlich möglich. Um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, benötigen Sie nach § 4a Abs.2 AufenthG die Erlaubnis der Ausländerbehörde. Mit Aufnahme der Beschäftigung können Sie Mitglied der Krankenkasse SBK werden und alle Gesundheitsleistungen der SBK nutzen. Hier finden Sie einen Antrag auf Mitgliedschaft in der SBK:

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