Inhalt dieses Geschäftsberichts:
Ein Blick auf die GKV
Die gesamte Gesetzliche Krankenversicherung hat das Jahr 2025 ebenfalls mit einem Überschuss in Höhe von 3,2 Mrd. € abgeschlossen. Im Jahr 2024 verzeichnete sie noch ein Defizit in Höhe von 6,5 Mrd. €.
Wie in der SBK sind auch in der GKV die Ausgaben stark angestiegen – zum Jahresabschluss um 7,7 % je Versicherten. Unter anderem betrifft dieser überdurchschnittliche Anstieg die Ausgaben für die Behandlung mit Heilmitteln (+10,3 %) und in Krankenhäusern (+9,6 % je Versicherten).
Auch für das Jahr 2026 erwarten wir eine überdurchschnittliche Ausgabendynamik.
Weitere Reformen entschlossen vorantreiben
Die Finanzentwicklung des Jahres 2025 zeigt: Die gesetzliche Krankenversicherung hat sich kurzfristig stabilisiert. Diese Entwicklung ist vor allem auf höhere Beitragseinnahmen infolge der Beitragssatzanpassungen zurückzuführen. Die Ausgabendynamik bleibt ungebrochen. Von eine nachhaltigen Stabilisierung der GKV-Finanzen kann nicht die Rede sein.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden erste wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht. Die Ausgabendynamik wird gebremst, um die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung kurzfristig zu stabilisieren. Ein wesentlicher Teil dieser Stabilisierung wird jedoch erneut von den Beitragszahlenden getragen. Die Maßnahmen verschaffen Zeit – Zeit, die jetzt für die notwendigen Strukturreformen genutzt werden muss.
Jetzt kommt es darauf an, die Versorgung konsequent weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt sollten patientenzentrierte, qualitätsorientierte Versorgungspfade im Rahmen eines Primärversorgungssystems stehen. Gleichzeitig braucht es mehr Transparenz über Qualität und Behandlungsergebnisse sowie eine Ressourcenverteilung, die dafür sorgt, dass die vorhandenen Mittel dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht werden. Nur so lässt sich die gesetzliche Krankenversicherung langfristig finanziell stabilisieren und eine hochwertige Versorgung für die Versicherten sichern.

