Geschäftsbericht

Für eine Krankenkasse zählen nicht nur die Leistungen – auch ihre Finanzen müssen langfristig stabil aufgestellt sein. Die SBK steht für Offenheit und Transparenz und veröffentlicht deshalb ihre Bilanz.

Kurze Rückschau auf 2018

Dr. Gertrud Demmler und Dr. Hans Unterhuber
Dr. Gertrud Demmler und Dr. Hans Unterhuber

Uns haben im Jahr 2018 zwei Themen beschäftigt, die eng miteinander zusammenhängen: die Reform des Finanzausgleichs und der Qualitätswettbewerb innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung. Zudem stellt die Digitalisierung das Gesundheitswesen und die Krankenkassen vom Kopf auf die Füße – ein Thema, das wir als SBK maßgeblich mitgestalten.

Warum hängen Morbi-RSA und Qualitätswettbewerb eng zusammen? Weil Qualität im Gesundheitswesen aktuell nicht belohnt wird. Finanziell belohnt werden stattdessen die richtigen Diagnosen in Strukturverträgen und Tricksereien bei Versicherungszeiten. Außerdem finanziell attraktiv: Versicherte, die nicht in der Großstadt leben. Im Wettbewerb um die Versicherten werden zudem Kassen belohnt, die den Beitragssatz möglich günstig halten, ihre Leistungen gut vermarkten und damit bei den üblichen Kassenvergleichen unter den Top 10 auftauchen. Qualität, wie wir sie verstehen, sieht anders aus.

Unser Herzensthema ist es, ein anderes Qualitätsverständnis in den Mittelpunkt der GKV zu rücken. Zum einen durch einen fairen Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen und ein Ende der Kodier-Manipulation. Hier hat es im vergangenen Jahr Bewegung gegeben, vor allem die Veröffentlichung des Sondergutachtens zur „Regionalisierung“ im Juli 2018 hat wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung des Morbi-RSA geliefert. Das Faire-Kassenwahl-Gesetz, das nun Anfang 2019 als Entwurf vorliegt, hat aus unserer Sicht das Potenzial, den Finanzausgleich fairer zu gestalten.

Zum anderen haben wir als SBK eine Transparenz-Initiative gestartet, um auch im Wettbewerb um die Versicherten dem Thema Qualität ein anderes Gewicht zu geben. Denn: Es ist eine Sache, wie Krankenkassen sich in Tests und Rankings präsentieren. Es ist eine ganz andere Sache, wie Versicherte ihre Krankenkassen im Ernstfall erleben. Das tatsächliche Agieren der einzelnen Kassen ist heute nicht transparent. Transparent ist bisher nur der Beitragssatz. Um in einen echten Qualitätswettbewerb einzusteigen, braucht es neue, andere Parameter, an denen sich Krankenkassen messen lassen müssen. Diese wollen wir gemeinsam mit Politik, Kassen und Versicherten entwickeln.

Auch bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen geht es am Ende um Qualität. Mehr Qualität in der Versorgung – zum Beispiel durch die Nutzung digitaler Angebote oder die Nutzung von Daten zur individuellen Beratung. Qualität in der Kommunikation mit unseren Versicherten – durch den Ausbau unserer Online-Geschäftsstelle MeineSBK zu einem einfachen und schnellen Kommunikationszentrum. Und mehr Qualität für uns als Unternehmen – etwa durch die Digitalisierung von komplexen Prozessen. Im Ergebnis stärken wir damit nicht nur unsere Wirtschaftlichkeit, sondern gewinnen auch wertvolle Ressourcen, für das, was unsere Aufgabe als Krankenkasse tatsächlich ausmacht: den Kontakt und die Beratung von Mensch zu Mensch.

Dr. Hans Unterhuber, Dr. Gertrud Demmler, 18.07.2019

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