Beiträge aus Kapitalleistungen und Kapitalabfindungen

Informationen zur Beitragspflicht bei Leistungen aus Direktversicherungen und Lebensversicherungen.

Versorgungsbezüge wie zum Beispiel Betriebsrenten erfolgen oft nicht nur als laufende Zahlung, sondern auch als Kapitalleistungen oder Kapitalabfindungen.

Wann spricht man von Kapitalleistungen? Wenn bei Vertragsabschluss vereinbart wird, dass die Versorgungsbezüge statt als laufende monatliche Zahlungen in einer Summe ausgezahlt werden.

Bei Kapitalabfindungen sind im Vertrag eigentlich laufende monatliche Versorgungsbezüge festgeschrieben. Sie werden aber nach Eintritt des Versorgungsfalls durch eine Einmalzahlung ersetzt. Das geschieht meist dann, wenn nur geringe monatliche Versorgungsbezüge zu erwarten sind.

Sowohl Kapitalleistungen als auch Kapitalabfindungen gelten als beitragspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung – wenn es sich dabei um Leistungen zur Alters- oder Hinterbliebenenversorgung oder um eine Versorgung bei Erwerbsminderung handelt.

Eine Kapitalleistung bzw. -abfindung wird ab dem Folgemonat ihrer Auszahlung für den Zeitraum von zehn Jahren zur Beitragsberechnung herangezogen.

Als Grundlage für die Beitragsberechnung werden für zehn Jahre monatlich 1/120 der Kapitalleistung sowie der Beitragssatz der SBK herangezogen. Das heißt für Sie: Sie zahlen aus der Kapitalleistung bzw. Kapitalabfindung grundsätzlich auf zehn Jahre verteilt Beiträge.

Beiträge aus Kapitalleistungen einer Direktversicherungen müssen Sie nur für Zeiträume entrichten, in denen Ihr Arbeitgeber der Versicherungsnehmer war. Sobald der Vertrag auf Sie als Versicherungsnehmer übergeht, zahlen Sie keine Beiträge mehr.

Dies gilt allerdings nicht für Leistungen aus Pensionskassen. Aus diesen Leistungen müssen Sie auch für die Zeiträume Beiträge zahlen, in denen der Vertrag privat von Ihnen weitergeführt wurde.

Beispielrechnung

Herr Müller ist krankenversicherungspflichtiger Rentner und Mitglied der SBK. Am 13.09.2017 wird ihm eine Kapitalleistung in Höhe von 51.000 Euro in einer Summe ausgezahlt. Die Beitragspflicht dieser Kapitalleistung beginnt am 1.10.2017 und endet am 30.9.2027. In dieser Zeit sind monatlich also 425 Euro beitragspflichtig (1/120 von 51.000 Euro).

Keine Beiträge sind zu entrichten, wenn der auf den Monat umgelegte Anteil 1/20 der monatlichen Bezugsgröße nicht übersteigt. Wenn Sie also im Jahr 2017 monatliche Kapitalleistungen bzw. -abfindungen von weniger als 148,75 Euro erhalten, sind diese beitragsfrei. Diese Mindesthöhe gilt für den Gesamtbetrag – bei mehreren Versorgungsbezügen werden diese also zusammengezählt.

Die Zahlstelle meldet die komplette Höhe der Kapitalleistung bzw. -abfindung an uns, führt jedoch keine Beiträge daraus ab.

Das bedeutet, dass Sie die Beiträge selbst an uns zahlen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Sie können Ihre Beiträge ganz einfach per Bankeinzug begleichen. Dazu erteilen Sie uns in der Online-Geschäftsstelle Meine SBK eine Einzugsermächtigung. Dann buchen wir Ihre Beiträge immer pünktlich von Ihrem Konto ab. Alternativ können Sie uns eine Einzugsermächtigung per SEPA-Lastschrift-Mandat erteilen.

Formular SEPA Lastschrift-Mandat (PDF, 62 KB)
Oder Sie überweisen Ihre Beiträge selbst. Beachten Sie dabei aber bitte, dass Ihre Beiträge spätestens am 15. des Folgemonats auf unserem Konto gutgeschrieben sein müssen. Die Beiträge für Januar sind beispielsweise spätestens am 15. Februar fällig.

Bitte überweisen Sie Ihre Beiträge an folgende Bankverbindung:

Kreissparkasse München-Starnberg, IBAN: DE85 7025 0150 0000 0242 24, BIC: BYLADEM1KMS

Wir beraten Sie gerne

Um offene Fragen und weitere Details zu klären, steht Ihnen Ihr persönlicher Kundenberater gern für ein Gespräch zur Verfügung.