Geschäftsbericht

Für eine Krankenkasse zählen nicht nur die Leistungen – auch ihre Finanzen müssen langfristig stabil aufgestellt sein. Die SBK steht für Offenheit und Transparenz und veröffentlicht deshalb ihre Bilanz.

Kurze Rückschau auf 2017

Dr. Hans Unterhuber und Dr. Gertrud Demmler

Im Jahr 2017 haben uns zwei Themen besonders beschäftigt: der Finanzausgleich der Krankenkassen, der Morbi-RSA, und die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Beides wegweisende Themengebiete, die uns auch die nächsten Jahre begleiten werden und die die Zukunft unseres Gesundheitssystems maßgeblich beeinflussen werden.

Nehmen wir zunächst den Morbi-RSA. Von der Weiterentwicklung des Finanzausgleichs hängt maßgeblich ab, wie sich der Krankenkassenmarkt – und damit die Angebote und Wahlmöglichkeiten für den Versicherten – entwickeln werden. Die aktuellen Regelungen verursachen eine massive Schieflage bei den Kassenfinanzen. Die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds spiegeln die reale Ausgabensituation der gesetzlichen Krankenkassen nicht wider. Verschärft wird die Situation dadurch, dass das Regelwerk Schlupflöcher für Manipulationen bietet. Die Folge: Unabhängig von der Qualität, die eine Kasse bietet, und der Zufriedenheit ihrer Kunden mit dem Service und Leistungsangebot, kann sich ihre Finanzsituation aufgrund der Mängel im Finanzausgleich deutlich verschlechtern – und im schlimmsten Fall sogar existenzbedrohende Ausmaße annehmen.

Das vergangene Jahr war geprägt von einem Ringen um die bestmögliche Lösung für das Problem. Im Herbst 2017 wurde ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats im Bundesversicherungsamt vorgelegt, das verschiedene Vorschläge liefert. In Ergänzung dazu folgt im Sommer 2018 das sogenannte Regionalisierungsgutachten, in dem untersucht wird, wie strukturelle regionale Unterschiede im Finanzausgleich besser berücksichtigt werden können. Bis 2020 soll nun der Morbi-RSA auf dieser Basis überarbeitet werden. Unsere Forderungen dazu sind klar: Über den Morbi-RSA müssen die finanziellen Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb in der GKV gewährleistet sein. Dafür sollten zum Beispiel Manipulationen verhindert werden, etwa durch einheitliche Kodierrichtlinien und zertifizierte Praxissoftware sowie den Einsatz einer Regionalkomponente.

Beim Thema Digitalisierung haben wir 2017 den Grundstein gelegt für eine kundenorientierte Weiterentwicklung digitaler Angebote. Mit der Einführung der App „Meine SBK“ bieten wir unseren Kunden eine Plattform, auf der sie unser Versprechen online erleben können: Unkomplizierte und einfache Services und die Kommunikation mit dem persönlichen Kundenberater stehen dabei im Mittelpunkt.

Aber Digitalisierung bedeutet für uns nicht nur, digitale Angebote für unsere Kunden zu entwickeln. Es geht auch darum, unsere Mitarbeiter für den digitalen Wandel fit zu machen, sie auf dem Weg in das digitale Gesundheitswesen mitzunehmen – lesen Sie gleich auf den folgenden Seiten am Beispiel des Teams Krankenhausrechnungsprüfung, wie wir uns dieser Herausforderung stellen.

Dr. Hans Unterhuber, Dr. Gertrud Demmler, 19.07.2018

Der aktuelle Geschäftsbericht zum Download

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Geschäftsbericht 2017 PDF, 1,47 MB

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Ältere Geschäftsberichte

Machen Sie sich ein Bild von der Entwicklung der SBK in den vergangenen Jahren:

Geschäftsbericht 2016 PDF, 0,94 MB

Anhang zum Geschäftsbericht 2016 PDF, 1,88 MB

Geschäftsbericht 2015 PDF, 0,98 MB

Anhang zum Geschäftsbericht 2015 PDF, 2,30 MB

Geschäftsbericht 2014 PDF, 1,57 MB

Geschäftsbericht 2013 PDF, 1,82 MB

Anhang zum Geschäftsbericht 2013 PDF, 426 KB
Geschäftsbericht 2012 PDF, 1,96 MB
Geschäftsbericht 2011 PDF, 5,51 MB