SBK – ein „Great Place to Work“ auch für die Ausbildung

Meinung: Für Vorständin Dr. Gertrud Demmler ist der Austausch mit jungen Mitarbeiter*innen immens wichtig (09.04.2021)

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In dieser Woche wurden wir in der SBK erneut als ein „Great Place to Work“ ausgezeichnet. Darauf sind wir sehr stolz. Gerade das Corona-Jahr hat uns allen gezeigt, wie wichtig eine gute Gemeinschaft und ein transparenter Dialog im Unternehmen ist. Unsere Mitarbeiter*innen haben uns zudem bestätigt, dass sie die Arbeit für unsere Versicherten als sinnstiftend erleben. In Zeiten der allgegenwärtigen Purpose-Diskussion eine tolle Bestätigung. 

Bei jungen Kolleg*innen genau hinhören

Von besonderem Interesse ist für mich immer das Feedback unserer Auszubildenden. Denn: Rund 10 Prozent unserer Mitarbeiter*innen befinden sich in Ausbildung oder einem dualen Studium. Klassisch als Sozialversicherungsfachangestellte*r, als Kaufmann/frau für Dialogmarketing und seit kurzem auch als Fachinformatiker*in. Wie erleben diese jungen Kolleg*innen die SBK als Arbeitgeberin? Was ist ihnen wichtig? Welche Rolle spielt der Unternehmenszweck tatsächlich?

In der Reflexion mit unseren Auszubildenden merken wir auch, wie sich das Berufsbild in der gesetzlichen Krankenversicherung langsam wandelt. Wie sich die Anforderungen an den Job als Kundenberater*in einer Krankenkasse in den letzten Jahren verändert haben. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen nehmen Verwaltungsaufgaben und Antragsbearbeitung immer weiter ab. Im Kontakt zu unseren Versicherten verstehen wir uns viel stärker als aktive Berater. Und das hat Auswirkungen auf die Ausbildungsinhalte.

Es braucht Fachlichkeit gepaart mit Kommunikationsfähigkeit

Nach wie vor ist eine hohe Fachlichkeit befragt. Unsere Berater*innen müssen sich auf ein breites Versorgungswissen stützen, um die passenden Lösungen für Versicherte zu identifizieren und eine ganzheitliche Beratung anbieten zu können. Es ist durchaus anspruchsvoll, von Zahnersatz bis Krankengeld alle Themen gut abbilden zu können. Andere Kassen setzen an dieser Stelle zunehmend auf fachliche Spezialisierung – auch in der Ausbildung. Für uns ist dieser Generalisten-Ansatz in der Ausbildung hingegen ein Erfolgsrezept für eine exzellente Beratung.

Deutlich wichtiger als in der Vergangenheit ist für uns heute jedoch die Kommunikationsfähigkeit. Unser Anspruch ist es, den Versicherten eine persönliche Beratung auf Augenhöhe zu bieten. Es geht darum, Versicherte in jeder Lebenssituation in Fragen von Versicherung und Gesundheit begleiten. Das erfordert eine hohe Empathie und Kommunikationskompetenz. Gefragt sind auch Resilienz und die Flexibilität, sich auf immer neue Themen einzulassen. Neben den fachlichen Inhalten sind das Schwerpunkte in der Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte*r. Belohnt wird man mit einer unglaublich vielfältigen Tätigkeit.

Eigener Bereich geschaffen

Um diesen Wandel aktiv zu begleiten und den Spagat zwischen hoher Fachlichkeit und exzellentem Dienstleister für den Versicherten zu meistern, haben wir dem Thema Ausbildung im Rahmen unserer Reorganisation neues Gewicht verliehen. Die Ausbildung wurde zum eigenständigen Bereich und ist nicht mehr eine Abteilung des Personalbereichs. In Zeiten von Fachkräftemangel ein klares Bekenntnis zur Ausbildung. Für mich ist es zudem Ausdruck von Augenhöhe, denn wir möchten und werden den jungen Kolleg*innen in der SBK auch künftig stärker zuhören.

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