Wie auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wird

Mit PCR- und Antikörpertests dem Virus auf der Spur

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Momentan sind viele Menschen verunsichert, da es laufend neue Entwicklungen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 gibt – wie zum Beispiel verschiedene Tests, mit denen eine Infektion oder überstandene Erkrankung nachgewiesen werden soll. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie auf eine mögliche Ansteckung getestet wird, wie die unterschiedlichen Tests funktionieren und wie zuverlässig sie sind.

Weltweit arbeiten wissenschaftliche Institute und Unternehmen intensiv daran, einen allgemeingültigen Coronatest zu entwickeln, der eine mögliche Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sicher nachweist. Die aktuell vielversprechendsten und aussagekräftigsten Testverfahren sind der PCR-Test, der das Virus selbst nachweist, sowie der Antikörpertest, der die körpereigenen Abwehrstoffe dagegen anzeigt. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wo die weiteren Unterschiede in den Tests liegen, welche Personen für welche Tests infrage kommen und inwieweit wir als SBK uns an den Kosten für einen Test beteiligen.

Inhaltsverzeichnis

1. Der PCR-Test –Virusnachweis mithilfe des Erbguts

Eine sehr verlässliche Testmethode auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist der PCR-Test (Kurzform für „Polymerase-Kettenreaktion“). Bei einem konkreten Verdachtsfall werden dabei Abstriche aus Mund, Rachen oder Nase gemacht und die gewonnenen Proben anschließend untersucht. Die Chemiker im Labor suchen gezielt nach speziellen DNA-Stücken, also dem Erbgut des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2.

Das PCR-Verfahren bietet ein zuverlässiges Ergebnis, kann aber mit dem Transport der Proben und der anschließenden labortechnischen Untersuchung insgesamt zwischen 24 und 48 Stunden für eine Auswertung in Anspruch nehmen – Zeit, in der bereits Infizierte möglicherweise andere Menschen anstecken könnten. Daher ist es ratsam, sich im Verdachtsfall bis zum Eintreffen des Ergebnisses vorerst in häusliche Isolation zu begeben. Führt der Arzt einen solchen PCR-Test durch, übernimmt die SBK neben den Behandlungskosten auch die Laborkosten von 59 € pro Analyse.

2. Der Antikörpertest –Virusnachweis mithilfe von Antikörpern

Der Antikörpertest wird eingesetzt, um zu überprüfen, ob jemand bereits an COVID-19 erkrankt war und nun gegebenenfalls sogar immunisiert ist. Hierbei wird das Blut auf virusspezifische Antikörper untersucht – nicht das Virus selbst wird nachgewiesen, sondern die Antwort unseres Immunsystems darauf. Um einen aussagekräftigen Befund zu erhalten, ist es wichtig, dass der Test zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird: Ein Antikörpertest zeigt keine akuten Infektionen an, sondern nur bereits überstandene, die zwei bis drei Wochen zurückliegen können.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass es zu falsch-positiven Ergebnissen kommen kann, etwa dann, wenn die Symptome durch andere bekannte Erkältungs-Coronaviren hervorgerufen werden. Auch in diesem Fall werden Antikörper angezeigt, obwohl sich der untersuchte Patient gar nicht mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt hat. Für einen aussagekräftigen Antikörpertest sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Ordnet der Arzt den Test an und führt ihn durch, werden die Behandlungs- und Laborkosten von uns übernommen. Ein Antikörpertest, der ohne direkten zeitlichen Bezug zu einer COVID-19-Symptomatik durchgeführt wird, ist jedoch keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

3. Der PCR-Test im Poolverfahren – eindeutiges Ergebnis mit mehreren Proben

Um beim Personal in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen schneller Testergebnisse erzielen zu können, werden PCR-Tests hier häufig zu einem gemeinsamen Pool zusammengeführt. Mehrere Proben werden gleichzeitig untersucht – bei einem negativen Ergebnis haben alle enthaltenen Proben ein zuverlässig negatives Ergebnis. Bei einem positiven Befund können schnell Isolierungsmaßnahmen ergriffen und Einzeltests der ursprünglichen Proben gemacht werden.

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