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Insolvenzgeldumlage

Arbeitnehmer erhalten im Falle der Insolvenz ihres Arbeitgebers zum Ausgleich ihres ausgefallenen Arbeitsentgeltes für maximal drei Monate Insolvenzgeld.

Seit 01.01.2009 ist die Insolvenzgeldumlage monatlich mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag an die zuständige Krankenkasse abzuführen. Der Beitragsnachweis wurde dafür um die Beitragsgruppe "0050" erweitert. Der Umlagesatz wird per Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales festgesetzt und immer den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst.

Seit 2018 beträgt die Insolvenzgeldumlage 0,06 %.

Auch 2020 soll der Satz unverändert bei 0,06 % bleiben. Der Bundesrat muss der Insolvenzgeldumlageverordnung noch zustimmen.

Insolvenzgeldumlage seit 2018 gesunken

Der Anspruch der Beschäftigten auf Insolvenzgeld wird durch eine ausschließlich von den Arbeitgebern aufzubringende und zu zahlende monatliche Insolvenzgeldumlage finanziert. Nach 0,12 Prozent im Jahr 2016 und 0,09 Prozent 2017, beträgt der Satz seit 1. Januar 2018 0,06 Prozent.

Eine Absenkung der Insolvenzgeldumlage ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn die Rücklage der Umlageversicherung die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der vorhergehenden fünf Kalenderjahre übersteigt und die Beschäftigungs- und Wirtschaftslage eine Verringerung erlaubt.

Die Insolvenzgeldumlage wird als Vomhundertsatz des Arbeitsentgelts erhoben, nach dem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildenden bemessen werden oder im Falle einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zu bemessen wären. Sie wird von der Krankenkasse eingezogen und an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet.

Für die Umlagepflicht spielen Größe, Branche und Ertragslage eines Unternehmens keine Rolle.

Ausgenommen sind nur folgende Arbeitgeber:

  • Bund, Länder und Gemeinden
  • Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen Rechts, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren nicht zulässig ist
  • solche juristischen Personen des öffentlichen Rechts, bei denen der Bund, ein Land oder eine Gemeinde kraft Gesetzes die Zahlungsfähigkeit sichert
  • als Körperschaften des öffentlichen Rechts organisierte Religionsgemeinschaften und die Untergliederungen mit der gleichen Rechtsstellung
  • öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten
  • private Haushalte (nur natürliche Personen, keine Dienstleistungsagenturen)
  • Betriebe, die vom Insolvenzverwalter weitergeführt werden
  • diplomatische und konsularische Vertretungen

Die Insolvenzgeldumlage ist für alle im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer und Auszubildenden an die zuständige Einzugsstelle abzuführen.

Für die Berechnung der Umlage wird das rentenversicherungspflichtige Arbeitsentgelt zugrunde gelegt.

Nicht berücksichtigt werden Bezüge, die kein laufendes oder einmalig gezahltes Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung darstellen.

Bei rentenversicherungsfreien oder von der Rentenversicherungspflicht befreiten Arbeitnehmern ist das Arbeitsentgelt maßgeblich, nach dem die Rentenversicherungsbeiträge im Falle des Bestehens von Rentenversicherungspflicht zu berechnen wären.

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