Quartalsberichte

Offenheit und Transparenz sind für die SBK nicht nur Versprechen – wir leben sie. Deshalb veröffentlichen wir seit 2011 neben unserem jährlichen Geschäftsbericht auch Quartalsberichte.

4. Quartal 2018


Der vorläufige Jahresabschluss der SBK

Das vorläufige Jahresergebnis 2018 liegt bei einem Verlust von -1,9 Mio. Euro. Dieses Ergebnis ist jedoch nur eine Momentaufnahme. Erfahrungsgemäß kommt es zwischen dem vorläufigen Jahresergebnis und der abschließenden Jahresrechnung oder auch Jahresabschluss genannt (KJ1) im Mai 2019 noch zu Veränderungen.
Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die SBK bei ihrer Bilanzierung das Vorsichtigkeitsprinzip (Imparitätsprinzip) anwendet, das heißt: Risiken und Verluste werden tendenziell höher angesetzt und Gewinne dürfen erst bilanziert werden, wenn sie gesichert sind. Im aktuellen Fall werden bereits mögliche finanzielle Verpflichtungen, die noch für das Jahr 2018 eintreten können, in besonders hohem Maße berücksichtigt. 

Verwaltungsleistungen

1.640 Mitarbeiter und 170 Azubis betreuten 2018 über eine Million SBK-Kunden. Die Experten konnten SBK-Versicherte mehr als 2,6 Mio. Mal telefonisch beraten, über 40.000 Pflegebedürftigen konkret weiterhelfen. 243.230 Patienten konnten sich bei ihrer Behandlung im Krankenhaus auf die SBK verlassen. 484.400 Betroffene hat die SBK mit Heil- und Hilfsmitteln versorgt.

Die Entwicklung in der GKV

Die allgemeine Tendenz in der GKV hat sich im vorläufigen Jahresergebnis deutlich im Vergleich zum Vorjahr 2017 geändert: Die gute Konjunkturlage führt zwar weiterhin zu einer positiven Entwicklung auf der Einnahmenseite von +2,5 % (je Versicherten). Dem steht aber auch ein deutlicher Ausgabenanstieg in Höhe von + 3,0%. gegenüber. Im Vergleich dazu: Bei der SBK steigen die Einnahmen um + 3,74 %, die Ausgaben um rund 4,3%.
Der Überschuss der gesamten GKV ist im Vergleich zu 2017 um -37,1 % auf 1,99 Mrd. Euro gesunken. Dies klingt in der ersten Betrachtung nach viel Geld. Allerdings würde dieses Polster nur dafür ausreichen, um die GKV-Ausgaben von drei Tagen zu begleichen.
Auffällig ist jedoch, dass alleine eine Kassenart von diesem Überschuss über 54% erzielt, allerdings nur einen Versichertenmarktanteil von ca. 36 % hat. Damit führt sich die gleichbleibende einseitige Verteilung der Vermögenswerte aus den letzten Jahren fort. Diese können wie in den Vorjahren der Ungleichverteilung durch den Finanzausgleich zugeschrieben werden.

Reform des Finanzausgleichs (Morbi-RSA)

Die anhaltende jedoch rückläufige positive Entwicklung überdeckt auch weiterhin den dringenden Reformbedarf des Finanzverteilungssystems. Ohne diese für das Frühjahr 2019 angekündigte Reform werden Über- und Unterdeckungen zwischen den Krankenkassen weiter zunehmen und die Schere der Zusatzbeiträge weiter auseinandergehen.