4. Quartal 2015 und vorläufiger Jahresabschluss

Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse weist für das Jahr 2015 ein vorläufiges Ergebnis von -42,1 Mio. Euro aus. Im November erhielt die SBK Bestnoten beim Qualitätsrating des Deutschen Finanz-Service Instituts DFSI.

  • Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse weist für das Jahr 2015 ein vorläufiges Ergebnis von -42,1 Mio. Euro aus.
  • Die Leistungsausgaben sind gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent je Versicherten gestiegen. Damit hat die SBK die Ausgaben für die Versorgung ihrer Versicherten deutlich mehr gesteigert als der GKV-Durchschnitt (+3,7 Prozent).
  • Die liquiden Mittel betragen zum Ende des Jahres 391 Mio. Euro. Damit können die Ausgaben von mehr als anderthalb Monaten finanziert werden.
  • 2015 verzeichnete die SBK ein Mitgliederwachstum von 1,8 Prozent.
  • Beim Qualitätsrating des Deutschen Finanz-Service Instituts DFSI im November erhielt die SBK Bestnoten: Die Finanzkraft der SBK wurde mit der Note „sehr gut“ und dem Rating AA+ bestätigt. Für den Kundenservice wurden das bestmögliche Rating AAA und das Prädikat „exzellent“ vergeben. 

    Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Einnahmen auf 2.799 Mio. Euro. Die Ausgaben lagen bei 2.841 Mio. Euro. Im Ergebnis bedeutet das ein Defizit von 42,1 Mio. Euro.

    Die SBK hatte zum 31. Dezember 2015 ein Vermögen von 139 Mio. Euro. Die liquiden Mittel betrugen 391 Mio. Euro. Damit können die Ausgaben von mehr als anderthalb Monaten finanziert werden.

    Insgesamt beliefen sich die Ausgaben der SBK im Jahr 2015 auf 2.841 Mio. Euro. 2.697 Mio. EUR davon hat die SBK in Form von Leistungsausgaben für die Versorgung ihrer Versicherten ausgegeben – das sind fast 95 Prozent der Gesamtausgaben.

    Die Verwaltungsausgaben liegen mit 4,8 Prozent erneut deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Auf die sonstigen Ausgaben entfallen 0,3 Prozent.

    • Nicht nur die SBK hat 2015 ein Defizit erzielt: Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) insgesamt hat laut vorläufigem Ergebnis das Jahr 2015 mit einem Defizit abgeschlossen. Das Minus lag laut Bundesgesundheitsministerium bei 1,14 Mrd. Euro.
    • Die verschiedenen Kassenarten erzielten sehr unterschiedliche Ergebnisse: Alle Betriebskrankenkassen zusammen wiesen ein Minus von etwa 287 Mio. Euro aus, die Ersatzkassen erreichten einen Fehlbetrag von 532 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen von 346 Mio. Euro. Lediglich die AOKen erzielten einen Überschuss von 9 Mio. Euro. Die AOKen buchten zudem Verpflichtungen in Höhe von rund 670 Mio. Euro ein. Ohne diese beliefe sich der Überschuss sogar auf rund 680 Mio. Euro.
    • Grund für die unterschiedlichen Finanzergebnisse sind nach Meinung neutraler Experten Fehler im Finanzausgleich zwischen den Kassen. Die SBK setzt sich deshalb für eine umfassende Reform ein.
    • Die Leistungsausgaben pro Versicherten stiegen in der GKV um 3,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Die SBK hingegen hat sogar 5,1 Prozent mehr für das Gesundwerden und Gesundbleiben ihrer Versicherten ausgegeben.
    • In vielen Bereichen hat die SBK ihre Leistungsausgaben sogar noch deutlicher gesteigert: Die Ausgaben für Hilfsmittel stiegen bei der SBK 2015 um 7,6 Prozent, GKV-weit nur um 1,2 Prozent. Für Kuren gab die SBK sogar 9,7 Prozent mehr Geld aus, während im GKV-Durchschnitt die Ausgaben um -0,1 Prozent zurückgingen.
    • Über dem GKV-Durchschnitt liegt die SBK auch bei den Ausgaben für Prävention: Im Jahr 2015 erhöhte die SBK die Ausgaben für Prävention um 7,1 Prozent noch einmal deutlich auf 86 Euro je Versicherten. GKV-weit wurden 77 Euro je Versicherter ausgegeben, was einer Steigerung um 3,6 Prozent entspricht.

    Die SBK versicherte zum 31.12.2015 1.048.095 Menschen und ist damit eine der größten deutschen Betriebskrankenkassen.