Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V.

SBK unterstützt Aufklärung über Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

Deutschlandweite Informationsveranstaltungen an Schulen verdeutlichen die Gefahren

Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK unterstützt seit Mai 2018 das sehr erfolgreiche Projekt Projekt „Gesund starten – Gesund bleiben. Verantwortungsvoller Umgang beginnt auch bei Alkohol schon vor der Geburt“ der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF). In ärztlichen Informationsveranstaltungen für Schüler*innen der Klassen 4 bis 13 sowie zusätzlich für Eltern/Lehrkräfte/Multiplikator*innen klären die Ärzt*innen der ÄGGF über die lebenslangen und unheilbaren Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft (FASD) und deren sichere Vermeidung auf.

Das Fetale Alkoholsyndrom (FASD) ist in Deutschland der häufigste Grund für nicht genetisch bedingte angeborene Fehlbildungen, geistige und psychische Behinderungen, Wachstums- und Entwicklungsstörungen sowie schwere Verhaltensauffälligkeiten von Kindern: Jährlich werden hierzulande schätzungsweise 12.000 Kinder/>1 Prozent aller Neugeborenen mit FASD geboren. Das entspricht mindestens einem Kind pro Stunde. 80 Prozent der Betroffenen werden laut Studien nie in der Lage sein, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen. Dabei ist FASD bei konsequentem Alkoholverzicht in der GESAMTEN Schwangerschaft sicher zu 100% vermeidbar.

Um Jugendliche und junge Erwachsene im Vorfeld einer Schwangerschaft aufzuklären und einen Rückgang dieser unheilbaren Schäden zu bewirken, rief die ÄGGF das FASD-Primärpräventionsprojekt „Gesund starten – Gesund bleiben“ ins Leben. Zuvor existierte in Deutschland kein Krankenkassenprojekt, das Heranwachsende aller Schultypen gezielt über FASD informiert.

Seit Projektstart Anfang Mai 2018 konnten innerhalb von 3 Jahren in 1.225 Schulklassen mit 19.081 Schüler*innen aus 367 Schulen im Rahmen einer 90-minütigen ärztlichen Informationsstunde über die sichere Verhinderung von FASD aufgeklärt werden. In 66 zusätzlichen Elternabenden und Lehrkräfte-/Multiplikator*innenschulungen konnten 2.327 Teilnehmende aus 50 Institutionen fortgebildet werden. Aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die SBK war das Angebot für alle Institutionen kostenfrei nutzbar.