Häufige Fragen zur Prostatakrebs-Früherkennung

Ihre Entscheidungshilfe für mehr Sicherheit bei der Früherkennung.

Prostatakrebs ist bei Männern die am häufigsten vorkommende Krebsart. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema.

Symptome treten meist dann auf, wenn die Prostata vergrößert ist. Dann können zum Beispiel Probleme beim Urinieren, vermehrter Harndrang und Schmerzen auftreten. Dabei kann es sich aber auch um eine gutartige Veränderung handeln. Sprechen Sie daher bei Auftreten von Beschwerden am besten mit Ihrem Arzt.

PSA bedeutet Prostata-spezifisches Antigen. Dieses findet sich im Blut. Der PSA-Test zeigt an, wie viel PSA im Blut vorkommt. Die Annahme ist, dass ein hoher PSA-Wert auf eine Prostatakrebserkrankung hindeutet. PSA ist allerdings auch naturgemäß beim Prostata-Gesunden bzw. bei einer gutartigen Prostatavergrößerung nachweisbar. Daher ist der PSA-Test zur Früherkennung nicht empfohlen.

Weitere Informationen zum Thema PSA-Test finden Sie im PDF Prostatakrebs-Früherkennung des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Das Prostataspezifische Antigen (PSA) wird naturgemäß von der Prostata gebildet. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf eine Krebserkrankung hindeuten, kann aber auch andere Ursachen haben. Dies macht den Test unsicher. Möglicherweise werden Auffälligkeiten entdeckt und behandelt, die nie Beschwerden verursacht hätten. Die Folge können unnötige Eingriffe, Verunsicherung und psychische Belastungen sein.

Ziel des PSA-Tests ist die Erhöhung der Lebenserwartung durch Früherkennung von Prostatakrebs. Das bedeutet: Der Test soll Prostatakrebs entdecken, bevor er Beschwerden verursacht und damit die Heilungschancen erhöhen. Allerdings führt er zu vielen Falschdiagnosen, die verunsichern und zu unnötigen Folgeuntersuchungen führen. Zudem werden Erkrankungen aufgedeckt, die nie zu Problemen geführt hätten. Auch ein normaler PSA-Wert garantiert nicht, dass keine Krebserkrankung vorliegt. Daher wird der PSA-Test als Methode zur Früherkennung als nicht sicher bewertet und ist als solche daher keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wer den PSA-Test zur Früherkennung trotzdem wünscht, übernimmt die Kosten privat als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des IGeL-Monitor.

Der Test kostet in der Regel zwischen 28 und 45 Euro.

Besteht nach der Tastuntersuchung ein Verdacht und der anschließende PSA-Test zeigt Auffälligkeiten bzw. einen Anstieg des Wertes, dient eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) der Prostata zur sicheren Abklärung. Dabei werden aus der Prostata Gewebeproben entnommen und im Labor untersucht. Da eine Biopsie schmerzhaft sein kann, wird diese unter lokaler Betäubung durchgeführt. Eine Biopsie kann bei einer krankhaften Veränderung sowohl die Art des Krebses als auch die Bösartigkeit bestimmen.

Die Sonographie oder der sogenannte transrektale Ultraschall (TRUS) wird für die Früherkennung von Prostatakrebs ebenfalls angeboten. Größe, Form und Veränderungen der Prostata können untersucht werden. Da sich nicht alle Karzionome auf einem Ultraschall darstellen lassen, gilt die Sonographie als nicht ausreichend, um eine sichere Diagnose zu stellen. Als Früherkennungsuntersuchung ist die Sonographie daher eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und muss vom Versicherten selbst bezahlt werden. Wenn eine Gewebeentnahme (Biopsie) durchgeführt wird, kann die Sonographie unterstützend eingesetzt werden, um die Gewebeentnahme zu steuern. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des IGeL-Monitor.

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