Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Impfung

Damit Sie gut informiert entscheiden können.

Sie möchten wissen, ob eine Corona-Impfung für Sie in Frage kommt? Hier finden Sie weitere wichtige Informationen zu dieser Impfung, die Sie bei Ihrer Entscheidung für oder gegen eine Impfung unterstützen können.

Damit Sie immer auf dem aktuellen Stand sind, wird diese Seite regelmäßig aktualisiert und wo nötig ergänzt. Stand der Informationen: 17.03.2022

Wir beantworten Ihre Fragen aus folgenden Bereichen:

Alle aktuellen Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie hier.

Corona-Impfstoffe

Bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 gibt es drei Hauptentwicklungslinien:

  • Impfstoffe mit Vektorviren (Vaxzevria von AstraZeneca),
  • Impfstoffe mit Virusproteinen (Nuvaxovid von Novavax) oder
  • mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von Biontech/Pfizer, Spikevax von Moderna).

Mehr Infos zu den verschiedenen Impfstofftypen erfahren Sie auf der Webseite des Bundesforschungsministeriums.

Wie funktionieren Corona-Impfstoffe?

Die schnelle Entwicklung von Corona-Impfstoffen wurde auch durch innovative Methoden ermöglicht. Die bereits zugelassenen und aussichtsreichsten Impfstoffe sind allesamt genbasiert. Was das bedeutet, erklärt dieses Video (Stand: Februar 2021).

Welche Impfstoffe gibt es allgemein?

Ob Lebend- oder Totimpfstoffe, Vektorimpfstoffe oder mRNA-Impfstoffe – sie alle dienen dem Gesundheitsschutz und unterscheiden sich deutlich in Herstellungs- und Wirkungsweise. In unserem Magazin erfahren Sie, welche Impfstoffe es grundsätzlich gibt und wie sich diese unterscheiden.

Nach heutigem Wissensstand ist die Integration von mRNA-Impfstoffen in das Genom menschlicher Körperzellen nicht möglich.

Die mRNA aus dem Impfstoff kann aufgrund einer anderen chemischen Struktur nicht in die DNA des Menschen "eingebaut" werden. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen aufgenommene mRNA aus dem Impfstoff in DNA umgewandelt wird. mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 gelten daher als unbedenklich.

Nein. Die Impfstoffe werden derzeit nur über die von der Bundesregierung und den Bundesländern koordinierte Logistik verteilt. Der Impfstoff kann daher zum Beispiel nicht über Apotheken besorgt werden.

Nutzen und Wirksamkeit der Corona-Impfung

Wie wirksam sind die derzeit zugelassenen Covid-19-Impfstoffe?

Eine Übersicht über die aktuell in Deutschland zugelassenen Covid-19-Impfstoffe finden Sie in der Übersicht auf der Seite der Bundesregierung (am Seitenende unter "Die fünf zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19"). 

Zudem finden Sie in den FAQ auf der Seite der Bundesregierung wichtige Informationen zur Wirksamkeit, aber auch zur Sicherheit der Corona-Impfstoffe.

Verlässliche und immer aktuelle Informationen zu den einzelnen Impfstoffen im Detail finden Sie auf der Seite gesundheitsinformation.de des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG):

 

 

Wichtiger Hinweis zur Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe

Fiktive Annahme: In einer Gegend mit vielen aktiven COVID-19-Fällen treten etwa 20 Fälle je 1000 Personen auf. Durch eine Impfung verringert sich das Risiko, an COVID-19 zu erkranken, auch wenn man mit dem Coronavirus in Kontakt kommt.

  • Ohne Impfung: Es erkranken 20 von 1000 Personen an COVID-19.
  • Impfung mit Impfstoff mit 70 % Wirksamkeit: Es erkranken nur etwa 6 von 1000 Personen an COVID-19.
  • Impfung mit Impfstoff mit 94 % bzw. 95 % Wirksamkeit: Es erkrankt nur etwa 1 von 1000 Personen an COVID-19.

Wie bei anderen Impfungen auch, bleibt also ein geringes Risiko bestehen, trotz Impfung zu erkranken. Eine Grippeimpfung reduziert z. B. das Risiko einer Grippeinfektion um 80 % bei jungen Erwachsenen und um 41 %-63 % bei älteren Erwachsenen. Die Schutzwirkung der Keuchhusten-Impfung beträgt im Durchschnitt 64%, die Pneumokokken-Impfung mit dem 23valenten Impfstoff verringert das Risiko einer Infektion zu 50 %-70 %.

Die Vorteile: Selbst, wenn es trotz Impfung zu einer Infektion kommt, verhindern Impfungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schwere Krankheitsverläufe. Dies gilt auch für alle zugelassenen Corona-Impfstoffe. Eine COVID-19 Infektion macht sich dann vorwiegend mit milden Symptomen bemerkbar. Zudem reichen auch Wirksamkeiten der bisher zugelassenen Impfstoffe aus, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung zu verhindern (Herdenschutz).

Außerdem gut zu wissen: Ein hoher Anteil Geimpfter unter den COVID-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus bedeutet nicht, dass die Impfung nicht wirkt. Näheres erfahren Sie hier.

Fazit: Auch eine Corona-Impfung mit einem Impfstoff, der eine Wirksamkeit von z. B. 60 % oder 70 % hat, ist zur Vermeidung von schwerwiegenden und tödlich verlaufenden Infektionen sowie zur Eindämmung der Pandemie gewinnbringend.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich eine COVID-19-Impfung mit anderen Impfungen gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflusst oder es gehäuft zu Komplikationen kommt. Dies gilt für die Impfung mit Totimpfstoffen, also z. B. gegen Grippe oder Pneumokokken. Ursprünglich hatte sich die STIKO zunächst für einen 14-tägigen Abstand vor und nach einer COVID-19-Impfung zu anderen Impfungen ausgesprochen. Dieser Abstand wird nun nicht mehr als notwendig angesehen.

Die Schutzimpfung ist der verlässlichste Weg, die unkontrollierte Verbreitung eines Erregers zu verhindern und dadurch viele Menschenleben zu retten. Nur wenn sich genügend Menschen impfen lassen, können Infektionsketten unterbrochen und die Pandemie überwunden werden. Nach bisherigen Expertenmeinungen wird dieser sogenannte „Herdenschutz“ erreicht, wenn sich ca. 85 % der Bevölkerung impfen lassen.

Ja, unbedingt! Eine Impfung schützt zwar die geimpfte Person vor einer Infektion. Dennoch ist es in sehr seltenen Fällen möglich, dass Geimpfte Personen dennoch Corona-positiv getestet werden und infektiöse Viren ausscheiden. Daher müssen weiterhin alle Personen die empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen befolgen. Schützen können Sie sich und Ihre Mitmenschen vor allem durch die AHA-Regel (Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske). Mehr Informationen dazu auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA).

Impfstoffsicherheit und Nebenwirkungen

Impfmythen

Das Bundesminsterium für Gesundheit klärt auf und beantwortet Fragen zu Impfmythen und Verschwörungstheorien.

Jetzt mehr erfahren.

Wie sicher sind schnell entwickelte Corona-Impfstoffe?

Nur wenn ein Impfstoff nachgewiesen wirksam und verträglich ist, erhält er in Deutschland und in der EU eine Zulassung. Hierzu führen die Hersteller Untersuchungen und Studien durch. Zunächst werden Impfstoffe an Tieren erprobt, ehe sie in einem dreistufigen Verfahren an Freiwilligen getestet werden.

  • Phase I: Test auf Verträglichkeit und Wirksamkeit eines Impfstoffes an maximal 100 Freiwilligen. 
  • Phase II: Die richtige Dosis, die Verträglichkeit und die Wirksamkeit werden an mehreren Hundert Freiwilligen getestet. 
  • Phase III: Test auf Wirksamkeit an mehreren tausend bis zehntausend Freiwilligen. In diesen großen Studien werden auch seltene Nebenwirkungen sichtbar. 

Bei erfolgreichem Abschluss aller Phasen kann das Zulassungsverfahren beginnen. Für Europa ist dafür die Europäische Arzneimittelagentur EMA zuständig. Beurteilt werden die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe. Hierbei wird z. B. auch das deutsche Paul-Ehrlich-Institut beteiligt. Am Ende muss die Europäische Kommission auf Basis dieser Ergebnisse über die Zulassung entscheiden.

Seit Dezember 2020 wird auch in Deutschland gegen Covid-19 geimpft. Doch sind die Impfstoffe sicher? Konnten sie in der kurzen Zeit ausreichend getestet werden? Das Video gibt Antworten darauf. 

Nein. Vielmehr ist die zügige Entwicklung neuen Technologien, Vorerfahrung, einer weltweit intensiven Zusammenarbeit, beschleunigten organisatorischen Prozessen sowie einem erhöhten Personaleinsatz zu verdanken. Etablierte Qualitätsstandards werden dabei stets eingehalten. Auch die notwendigen Studien zur Erprobung der Impfstoffe laufen nach den vorgeschriebenen Verfahren ab, ohne wichtige Schritte zur Überprüfung auszulassen. Stattdessen werden einige Studien parallel durchgeführt und die Zulassungsverfahren frühzeitig vorbereitet.

Wie bei allen Impfungen kann es auch bei der Corona-Impfung zu Nebenwirkungen kommen, die durch den Einstich und die durch den Impfstoff hervorgerufene Aktivierung des Immunsystems ausgelöst werden. Folgende Nebenwirkungen können bei einer Impfung, unabhängig des Impfstofftyps, auftreten:

  • Lokale Reaktionen: Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle, Schwellung der Lymphknoten. Diese Reaktionen können bei stärkerer Ausprägung unangenehm sein, sind aber harmlos. 
  • Systemische Reaktionen: Nach der Impfung können auch Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. 

Nur in sehr seltenen Fällen kam es bislang zu unerwünschten Nebenwirkungen, die über die oben genannten unbedenklichen Impfreaktionen hinausgingen. Alle Informationen zu den Impfstoffen sowie deren Sicherheit und Nebenwirkungen finden Sie auf der Seite gesundheitsinformation.de des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG):

Ja. Empfohlen ist eine Beobachtungszeit von mindestens 5 Minuten nach der Impfung. Bestimmte Risikogruppen sollten 15-30 Minuten nachbeobachtet werden. Dazu gehören z. B. Personen mit einer Gerinnungshemmung und Personen, die in der Vergangenheit bereits allergische oder andere starke Impfreaktionen zeigten. Über die Notwendigkeit der Nachbeobachtung entscheidet der Arzt.

Ja. Die Corona-Impfverordnung sieht dazu eine sogenannte Impfsurveillance (kontinuierliche Impfüberwachung) vor. Impfzentren und mobile Impfteams müssen an das Robert-Koch-Institut Angaben zur geimpften Person (Alter, Geschlecht, Postleitzahl, Grundlage der Priorisierung) sowie Angaben zur Impfung (Datum der Impfung, Name des Impfstoffs, Chargennummer) übermitteln. Diese Daten dienen – zusammen mit der Meldung von ggf. direkt nach der Impfung aufgetretenen Impfreaktionen – dem Robert-Koch-Institut sowie dem Paul-Ehrlich-Institut zur Überwachung der Inanspruchnahme, des Impferfolgs und der Impfstoffsicherheit.

Auch Ärzte sind eine wichtige Anlaufstelle bei ungewöhnlichen Impfreaktionen. Darüber hinaus können diese sogar in Apotheken gemeldet werden. Diese sind verpflichtet, die Informationen an die zuständige Behörde weiterzuleiten.

Bei schwerwiegenden oder unklaren Nebenwirkungen der Corona-Impfung empfehlen wir Ihnen, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, damit er Ihre Symptome diagnostizieren und behandeln kann.

Je umfassender unerwünschte Nebenwirkungen erfasst werden, desto mehr Sicherheit besteht für Sie und die Gesamtbevölkerung. Tragen Sie selbst dazu bei und melden Sie unerwünschte Nebenwirkungen und Impfkomplikationen direkt über das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), entweder über dieses Online-Formular oder über die App des PEI „SaveVac“.

Bei einem Impfschaden im Sinne des §2 Nr. 11 Infektionsschutzgesetz (IfSG) handelt es sich um „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung; ein Impfschaden liegt auch vor, wenn mit vermehrungsfähigen Erregern geimpft wurde und eine andere als die geimpfte Person geschädigt wurde“.

Wenn es durch die Anwendung des Corona-Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kann je nach Gestaltung des Einzelfalls eine Haftung aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht kommen wie z. B. aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz und den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Weitere Informationen zur Haftung bei Impfschäden oder bei Schäden durch Fehler des medizinischen Personals in Impfzentren finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Anspruch auf die Corona-Impfung

Ist ihr gewöhnlicher Aufenthalts- oder Arbeitsort in Deutschland, haben Sie hier Anspruch auf eine kostenfreie Impfung. Kostenträger ist momentan der Bund bzw. die Bundesländer. Wenn Sie die Corona-Impfung jedoch im Ausland (z.B. bei beruflicher Abwesenheit, Urlaubsreise, etc.) in Anspruch nehmen und dort die Kosten privat tragen müssen, kann Ihnen weder die SBK, noch der Bund oder die Bundesländer entstandene Kosten erstatten. Informieren Sie sich daher am besten im Vorfeld, ob die Impfkosten für Ihre Impfung im jeweiligen Land von der dortigen Regierung getragen werden.

Viele Menschen nehmen an, dass bei hohem Antikörperspiegel nach der Grundimmunisierung gegen COVID-19 oder nach einer Corona-Infektion keine (Auffrisch-)Impfung verabreicht werden sollte. Das ist jedoch nicht korrekt.

Es ist nicht bekannt, ab welchem Wert von einem ausreichenden Schutz vor der Erkrankung ausgegangen werden kann. Es ist daher auch nicht empfohlen, vor der Verabreichung der (Auffrisch-)Impfung mittels Antikörpertestung zu prüfen, ob weiterhin ein Schutz vor COVID-19 besteht. Sicherheitsbedenken für eine (Auffrisch-)Impfung bei noch hohem Antikörperspiegel gibt es nicht.

Corona-Impfung von besonderen Personengruppen: Kinder und Jugendliche, Schwangere und Stillende, Risikogruppen

Der Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer ist von der EMA in Europa für Kinder ab dem Alter von 5 Jahren zugelassen. Für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren gibt es diesen in einer speziellen Dosierung (nur 1/3 der Erwachsenendosis). Grundsätzlich können alle Kinder in dieser Altersgruppe auf Wunsch geimpft werden. Vor der Impfung sollte eine ärztliche Aufklärung zum Nutzen und den Risiken der Impfung erfolgen.

Die STIKO empfiehlt die Impfung aktuell nur Kindern mit Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf bedingen, bzw. Kindern, die engen Kontakt zu Personen der Hochrisikogruppe haben. Ziel ist es u.a. dadurch schwere COVID-19-Verläufe und Todesfälle bei Kindern im Alter von 5-11 Jahren zu verhindern. 

Warum empfiehlt die STIKO noch nicht allen Kindern zwischen 5-11 Jahren eine Corona-Impfung?

Derzeit besteht für Kinder ohne Vorerkrankungen in dieser Altersgruppe nur ein geringes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung, Hospitalisierung oder Intensivbehandlung. Hinzu kommt, dass das Risiko sehr seltener Nebenwirkungen der Impfung auf Grund der eingeschränkten Datenlage derzeit nicht vollständig eingeschätzt werden kann. Daher spricht die STIKO für 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen noch keine generelle Impfempfehlung aus. Sobald weitere Daten zur Sicherheit des Impfstoffs in dieser Altersgruppe  vorliegen, wird die STIKO diese umgehend prüfen und die Empfehlung ggf. anpassen.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer sowie der mRNA-Impfstoff Spikevax von Moderna sind in der EU für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. In Deutschland wird für die Impfung dieser Personengruppe jedoch nur Comirnaty eingesetzt.

Die STIKO empfiehlt allen Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren eine Corona-Impfung mit Comirnaty. Wissenschaftliche Daten lassen darauf schließen, dass der Nutzen der Impfung gegenüber dem Risiko für schwere Impfnebenwirkungen überwiegt. Die Impfung schützt Kinder und Jugendliche vor COVID-19 und den damit verbundenen psychosozialen Folgeerscheinungen. Vor der Impfung sollte eine ärztliche Aufklärung zum Nutzen und Risiko erfolgen.

Laut STIKO ist eine Impfung von Kindern und Jugendlichen insbesondere dann empfehlenswert, wenn sie aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (positives Nutzen-Risiko-Verhältnis). Dazu gehören Kinder und Jugendliche mit folgenden Vorerkrankungen:

  • Adipositas
  • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • angeborene zyanotische Herzfehler und Einkammerherzen nach Fontan-Operation
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere pulmonale Hypertonie
  • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion
  • chronische Niereninsuffizienz 
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen 
  • bösartige Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen
  • Trisomie 21 
  • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung 
  • nicht optimal eingestellter Diabetes mellitus

Die Wirksamkeit des Impfstoffs wurde zur Zulassung in einer Studie mit etwa 2250 Kindern zwischen 5 und 11 Jahren untersucht. Das Risiko einer Covid-19 Infektion sank durch die Impfung mit Comirnaty von Biontech/Pfizer um etwa 91 %.

Nach der Impfung traten bei den Studienteilnehmern unbedenkliche Impfreaktionen auf, z.B.:

  • Lokale Reaktionen: Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung 
  • Systemische Reaktionen: Erschöpfung, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost, Fieber 

Alle Informationen zur Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren mit dem Impfstoff Comirnaty (Biontech/Pfizer) finden Sie auf der Seite gesundheitsinformation.de des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Comirnaty (Biontech / Pfizer) für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren.

 

Die Zulassung des Impfstoffes Comirnaty ab 12 Jahren beruht auf den Studienergebnissen einer Kinderimpfstudie. Dort erhielten ca. 2.200 Kinder im Alter von 12-15 Jahren den Impfstoff Comirnaty. Die Wirksamkeit einer vollständigen Impfung mit Comirnaty von Biontech/Pfizer bei Kindern und Jugendlichen liegt bei rund 100 Prozent.

Nach der Impfung kam es in den Studien zu hauptsächlich unkritischen Impfreaktionen, wie z.B.:

  • Lokale Reaktion: Schmerzen, Schwellung, Rötung an der Einstichstelle
  • Systemische Reaktionen: Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Fieber, Gelenkschmerzen

Alle Informationen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit dem Impfstoff Comirnaty (Biontech/Pfizer) finden Sie auf der Seite gesundheitsinformation.de des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Comirnaty (Biontech / Pfizer) für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren .

Kinder und Jugendliche können sich bei ihrem Kinderarzt oder ihrer Kinderärztin, bei Hausärzten und Hausärztinnen, in Impfzentren, aber auch bei Impfaktionen beispielsweise in Schulen, impfen lassen. Je nach Bundesland können sich jedoch Abweichungen ergeben. 

Auf der Seite der Bundesregierung können Sie in der Deutschlandkarte Ihr Bundesland auswählen. Dort finden Sie beispielsweise allgemeine Informationen zur Corona-Impfung für Ihr Bundesland, u.a. auch zur Impfung von Kindern und Jugendlichen. 

    Weitere Quellen

    Weitere hilfreiche Informationen zur Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche finden Sie auf folgenden Seiten:

    Informationen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer finden Sie auf gesundheitsinformation.de des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

    Die STIKO empfiehlt, ungeimpfte Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie ungeimpfte stillende Frauen mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffes gegen COVID-19 zu impfen, primär sollte dafür Comirnaty verwendet werden. Wenn die Schwangerschaft erst nach der Erstimpfung festgestellt wurde, dann soll die Zweitimpfung erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel verabreicht werden. Die Studienergebnisse zur Sicherheit einer Corona-Impfung während der Schwangerschaft oder Stillzeit zeigen kein gehäuftes Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen bei Mutter und Kind.

    Bei Unsicherheit und Fragen wenden Sie sich am besten an Ihren Gynäkologen oder Hausarzt, er kennt Sie am besten und kann Sie zur Impfung beraten.

    Manche Personen haben z. B. Aufgrund von Erkrankungen ein besonders hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf. Für diese Gruppen ist eine Impfung besonders wichtig. Laut STIKO fallen darunter folgende Personengruppen:

    1. Personen im Alter ≥ 60 Jahren
    2. Personen im Alter ab 18 Jahren mit Grunderkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben, z. B.
      1. Angeborene oder erworbene Immundefizienz bzw. Immunsuppression (z. B. HIV-Infektion, Personen nach Organtransplantation mit immunsuppressiver Therapie)
      2. Autoimmunerkrankungen, inkl. rheumatologische Erkrankungen
      3. Chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen
      4. Chronische Krankheiten der Atmungsorgane
      5. Chronische Lebererkrankungen, inkl. Leberzirrhose
      6. Chronische Nierenerkrankungen
      7. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
      8. Chronische neurologische Erkrankungen
      9. Demenz oder geistige Behinderung
      10. Psychiatrische Erkrankungen
      11. Stoffwechselerkrankungen, inkl. Adipositas und Diabetes mellitus
      12. Trisomie 21
      13. Krebserkrankungen unter immunsuppressiver, antineoplastischer Therapie
    3. Frauen im gebärfähigen Alter, noch ungeimpfte Schwangere ab dem zweiten Schangerschaftsdrittel sowie noch ungeimpfte Stillende
    4. Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren mit Grunderkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben
      1. Adipositas 
      2. Angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
      3. Angeborene zyanotische Herzfehler und Einkammerherzen nach Fontan-Operation
      4. Chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion (ein gut eingestelltes Asthma bronchiale ist hier nicht inkludiert)
      5. Chronische Nierenerkrankungen
      6. Chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
      7. Diabetes mellitus, wenn nicht gut eingestellt 
      8. Schwere Herzinsuffizienz
      9. Schwere pulmonale Hypertonie
      10. Syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
      11. Trisomie 21
      12. Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen
    5. Bewohner und Bewohnerinnen von Senioren- und Altenpflegeheimen oder Gemeinschaftsunterkünften (Alter: ≥ 12 Jahre)
    6. Enge Kontaktpersonen von Schwangeren oder Personen mit einem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf (Alter: ≥ 12 Jahre)
    7. Personen, die arbeitsbedingt besonders exponiert sind, engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben, oder Personen in Schlüsselpositionen, z. B.
      1. Personal mit erhöhtem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen
      2. Personal mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen in medizinischen Einrichtungen
      3. Pflegepersonal und andere Tätige in der ambulanten und stationären Altenpflege oder Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung
      4. Tätige in Gemeinschaftsunterkünften
      5. Medizinisches Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)
      6. LehrerInnen und ErzieherInnen
      7. Beschäftigte im Einzelhandel
      8. Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit
      9. Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen
      10. Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur

    Für folgende Personen gelten besondere Hinweise:

    • Personen mit Allergien: Allergien sind kein generelles Ausschlusskriterium für eine Corona-Impfung. Teilen Sie dem impfenden Arzt vorhandene Allergien und Überempfindlichkeiten vor der Impfung mit bzw. informieren Sie ihn, wenn Sie nach einer Impfung bereits allergische Sofortreaktionen erlitten haben. Dieser wägt dann das individuelle Risiko ab. 
    • Personen mit Fieber (Körpertemperatur 38,5° C und höher) sollten erst geimpft werden, wenn sie genesen und fieberfrei sind.

    Sprechen Sie bei Bedenken mit Ihrem behandelnden Arzt. Er kann am besten beurteilen, ob eine Impfung möglich ist.

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