Häufige Fragen zur Corona-Impfung

Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Impfung – damit Sie gut informiert entscheiden können.

Sie möchten wissen, ob eine Corona-Impfung für Sie in Frage kommt? Hier finden Sie weitere wichtige Informationen zur dieser Impfung, die Sie bei Ihrer Entscheidung für oder gegen eine Impfung unterstützen können.

Damit Sie auf dem aktuellsten Stand sind, wird diese Seite regelmäßig aktualisiert und wo nötig ergänzt.

Wir beantworten Ihre Fragen aus folgenden Bereichen:

Anspruch und Reihenfolge bei der Corona-Impfung

Ja, bei Bedarf. Je nach aktuellem Infektionsgeschehen und Erkenntnissen, welche Personengruppen besonders gefährdet sind bzw. welche Impfstoffe für welche Menschen die beste Wirkung erzielen, werden diese Erkenntnisse in die Priorisierung und Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission aufgenommen.

Dieser Zeitpunkt kann derzeit nicht genau abgeschätzt werden. Der Zeitpunkt des Impfstarts für die nicht-priorisierten Personengruppen hängt von der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab und von der Geschwindigkeit, in der die besonders vulnerablen Gruppen geimpft werden können. Dementsprechend ist ein Impfstart erst ab Sommer/Herbst 2021 realistisch.

Manche Bundesländer planen, die anspruchsberechtigten Personen zum Beispiel über die Einwohnermeldeämter schriftlich zu benachrichtigen (z. B. Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern). Andere Bundesländer wiederum wollen allgemein über öffentliche Kommunikationskanäle, also z. B. über das Internet oder die Nachrichten, bekannt geben, wann welche Personengruppen Anspruch auf die Impfung haben. Die Anspruchsberechtigten können dann entweder über eine Service-Hotline oder ein Online-Portal einen Impftermin vereinbaren. Eine aktuelle Übersicht über das Vorgehen der Bundesländer gibt die Seite des Patientenservice 116117.de.

Nein. Die Reihenfolge wird allein von den Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO), der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des Ethikrates aufgestellt und bei neuen Studienergebnissen entsprechend angepasst. Diese Empfehlungen werden in der Corona-Impfverordnung vom Bundesgesundheitsministerium verankert. Auf diesen Prozess hat die SBK keinen Einfluss. Zudem hat die SBK auch keinen Zugriff auf Impfstoffe.

Hierzu gibt es noch keine einheitliche Aussage. Experten empfehlen jedoch, dass Personen, die nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert waren, zunächst nicht geimpft werden.

Nach den bisherigen Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach einer unbemerkt durchgemachten COVID-19-Erkrankung eine Gefährdung darstellt. Daher wird vor der Impfung kein Corona-Antikörpertest durchgeführt.

Nein. Vor allem zum Start der Impfungen wird es keine bzw. kaum Alternativen geben. Daher wird derjenige Impfstoff geimpft, der verfügbar ist. Sobald ausreichende Mengen und unterschiedliche Impfstoffe verfügbar sind und aus den Impfstoffstudien erkennbar ist, welcher Impfstoff bei welchen Personengruppen besonders wirksam ist, werden diese Erkenntnisse in der Impfempfehlung bzw. bei der Impfstoffwahl berücksichtigt.

Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt. Er kann anhand der STIKO-Empfehlung entscheiden, ob für Sie ein entsprechendes Risiko besteht.

Personen, die an einer Erkrankung leiden, durch die das Risiko für eine (schwerwiegende) Corona-Infektion erhöht ist, erhalten von Ihrem Arzt ein Attest über die Erkrankung. Dieses dient als Impfberechtigung und muss am Tag der Impfung vorgelegt werden. Diskutiert wird auch, dass Ärzte QR-Codes an impfberechtigte Patienten ausgeben können, die dann zur Terminvergabe dienen.
 

Sprechen Sie hierzu am besten mit Ihrem Arbeitgeber. Sollten Sie zur berechtigten Gruppe zählen, muss er Ihnen eine Bescheinigung über Ihre Tätigkeit ausstellen. Diese dient als Impfberechtigung und muss bei der Impfung im Impfzentrum vorgelegt werden.

Einen Anspruch auf Übernahme der Fahrkosten nach § 60 SGB V in Verbindung mit der Krankentransport-Richtlinie (KT-RL) zum nächsterreichbaren Impfzentrum haben Sie, wenn Sie auch sonst einen Anspruch auf Fahrkostenübernahme zu ambulanten Behandlungen haben.

Ja. Für die Corona-Impfung, bestehend aus zwei Impfstoffdosen, können Sie wie für andere Impfungen im Rahmen des SBK-Bonusprogramms einmalig einen Bonus in Höhe von 5 € bekommen. Lassen Sie sich zum Nachweis Ihr Gesundheitsheft entsprechend abstempeln. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite SBK-Bonusprogramm.

Nutzen und Wirksamkeit der Corona-Impfung

Aus bisherigen Studien sind aktuell folgende Wirksamkeiten bekannt:

  • Comirnaty (Biontech/Pfizer, bereits zugelassen): 95 % Wirksamkeit bei der Verhinderung einer Erkrankung, auch bei Senioren (Ergebnisse der Phase-III-Studie)
  • Covid-19 Vaccine Moderna (Moderna, bereits zugelassen): 94,1 % Wirksamkeit bei der Verhinderung einer Erkrankung, 100 % Wirksamkeit bei der Verhinderung einer schweren COVID-19-Erkrankung (Ergebnisse der Phase-III-Studie)
  • AstraZeneca/Oxford (Zulassung gegen Ende Januar 2021 möglich): 90 % Wirksamkeit bei gesunden Personen bis 55 Jahren bei der Verhinderung einer COVID-19-Erkrankung, 62 % Wirksamkeit bei vorerkrankten Personen beliebigen Alters (Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie)

Diese Frage kann anhand der bisherigen Daten noch nicht vollständig bewertet werden.

Damit die Wirkung nicht durch andere Impfungen beeinträchtigt wird, sollte zu anderen Impfungen ein Abstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden. Dies gilt nicht für Impfungen im Notfall.

Dies wird aktuell von den Impfstoffherstellern weiterhin überprüft. Bisherige Untersuchungen der Hersteller Biontech/Pfizer geben aber Anlass zur Annahme, dass der Impfstoff Comirnaty gegen die Virusmutationen aus England und Südafrika wirksam ist. Nach Angaben des Herstellers Biontech wurde der Impfstoff an ca. 20 verschiedenen Virusvarianten getestet und konnte bei allen seine Wirkung beweisen. Auch für den Corona-Impfstoff von Moderna, der nach demselben Prinzip aufgebaut ist, wird eine Wirksamkeit gegen die Mutationen erwartet.

Diese Frage ist noch nicht vollständig geklärt. Die bisher vorliegenden Daten erlauben noch nicht, die Wirksamkeit der COVID-19-mRNA-Impfstoffe hinsichtlich einer Verhinderung oder Reduktion der Ansteckung final zu bewerten. Bis zum Vorliegen zuverlässiger Daten müssen deshalb auch nach einer Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln) eingehalten werden.

Die Schutzimpfung ist der verlässlichste Weg, die unkontrollierte Verbreitung eines Erregers zu verhindern und dadurch viele Menschenleben zu retten. Nur wenn sich genügend Menschen impfen lassen, können Infektionsketten unterbrochen und die Pandemie überwunden werden. Nach bisherigen Expertenmeinungen wird dieser sogenannte „Herdenschutz“ erreicht, wenn sich ca. 70 % der Bevölkerung impfen lassen.

Corona-Impfstoffe

Derzeit sind mehr als 150 Impfstoff-Kandidaten in der Erprobung. Bei allen werden unserem Immunsystem Antigene des SARS-CoV-2 präsentiert, sodass wir eine Immunantwort aufbauen. Bei den Impfstoffen werden jedoch unterschiedliche Virusbestandteile verwendet, um diese Immunreaktion auszulösen. Es gibt drei Hauptentwicklungslinien: Totimpfstoffe mit Virusproteinen, Impfstoffe mit Vektorviren oder mRNA/DNA-Impfstoffe.

  • Totimpfstoffe: Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger, die sich nicht mehr vermehren können. Diese Erreger werden vom Körper als fremd erkannt und bewirken eine Antikörperbildung, ohne das die Krankheit ausbricht.
  • Vektorimpfstoffe: Vektorimpfstoffe bestehen aus Viren (Vektoren), die für den Menschen unbedenklich sind, da sie sich nicht oder nur begrenzt im Menschen vermehren können. Der Vektor wird so manipuliert, dass er Informationen des Krankheitserregers enthält, die dann in der menschlichen Zelle abgelesen werden und eine Immunantwort gegen die Erreger erzeugen. Bei der Veränderung des Vektors wird darauf geachtet, dass seine Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt erhalten bleibt.
  • mRNA-Impfstoffe: Bei diesen Impfstoffen werden keine Krankheitserreger oder Erregerbestandteile (Antigene) benötigt. Stattdessen wird ein ausgewähltes Gen des Virus in Form von mRNA (messenger-RNA bzw. Boten-RNA) bei der Injektion übertragen. Im Körper wird dadurch die Bildung von (ungefährlichem) Virusprotein hervorrufen, das dann den Aufbau des Immunschutzes bewirkt.

Mehr Infos zu den verschiedenen Impfstoffen erfahren Sie auf der Webseite des Bundesforschungsministeriums.

Nach heutigem Wissensstand ist die Integration von RNA/DNA-Impfstoffen in das Genom menschlicher Körperzellen nicht möglich.

Die mRNA aus dem Impfstoff kann aufgrund einer anderen chemischen Struktur nicht in die DNA des Menschen "eingebaut" werden. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen aufgenommene mRNA aus dem Impfstoff in DNA umgewandelt wird.

Ebenso konnten verschiedene Studien zu DNA-Impfstoffen (z. B. gegen Ebola, Zika) zeigen, dass ein DNA-Bestandteil aus dem Impfstoff nicht in das menschliche Genom integriert wird. mRNA/DNA-Impfstoffe gegen COVID-19 gelten daher als unbedenklich.
 

Die Zulassung für zwei Corona-Impfstoffe in Deutschland bzw. Europa ist bereits erfolgt: "Comirnaty" (Biontech/Pfizer, mRNA-Impfstoff) und "Covid-19 Vaccine Moderna" (Moderna, mRNA-Impfstoff). 

Darüber hinaus hat sich Deutschland bereits über Verträge mit weiteren Herstellern Impfstoffe gesichert: Astrazeneca/Oxford University (Vektorviren-Impfstoff, Zulassung noch Ende Januar 2021 möglich), Sanofi/GSK (Totimpfstoff), Janssen (Vektorviren-Impfstoff), Curevac (mRNA-Impfstoff). Diese Impfstoffe befinden sich noch in Phase-I/II- bis Phase-III-Studien, weshalb deren Zulassung erst ein wenig später zu erwarten ist.

Impfstoffsicherheit und Nebenwirkungen

Nur wenn ein Impfstoff nachgewiesen wirksam und verträglich ist, erhält er in Deutschland und in der EU eine Zulassung.

Hierzu führen die Hersteller Untersuchungen und Studien durch. Zunächst werden Impfstoffe an Tieren erprobt, ehe sie in einem dreistufigen Verfahren an Freiwilligen getestet werden.

  • Phase I: Test auf Verträglichkeit und Wirksamkeit eines Impfstoffes an maximal 100 Freiwilligen. 
  • Phase II: Die richtige Dosis, die Verträglichkeit und die Wirksamkeit werden an mehreren Hundert Freiwilligen getestet. 
  • Phase III: Test auf Wirksamkeit an mehreren tausend bis zehntausend Freiwilligen. In diesen großen Studien werden auch seltene Nebenwirkungen sichtbar. 

Bei erfolgreichem Abschluss aller Phasen kann das Zulassungsverfahren beginnen. Für Europa ist dafür die Europäische Arzneimittelagentur EMA zuständig. Beurteilt werden die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe. Hierbei wird z. B. auch das deutsche Paul-Ehrlich-Institut beteiligt. Am Ende muss die Europäische Kommission auf Basis dieser Ergebnisse über die Zulassung entscheiden.

Nein. Vielmehr ist die zügige Entwicklung neuen Technologien, Vorerfahrung, einer weltweit intensiven Zusammenarbeit, beschleunigten organisatorischen Prozessen sowie einem erhöhten Personaleinsatz zu verdanken. Etablierte Qualitätsstandards werden dabei stets eingehalten. Auch die notwendigen Studien zur Erprobung der Impfstoffe laufen nach den vorgeschriebenen Verfahren ab, ohne wichtige Schritte zur Überprüfung auszulassen. Stattdessen werden einige Studien parallel durchgeführt und die Zulassungsverfahren frühzeitig vorbereitet.

Wie bei allen Impfungen kann es auch bei der Corona-Impfung zu Nebenwirkungen kommen, die durch den Einstich und die durch den Impfstoff hervorgerufene Aktivierung des Immunsystems ausgelöst werden. Folgende Nebenwirkungen können bei einer Impfung auftreten:

Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer:

  • Lokale Reaktionen: Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle. Diese Reaktionen können bei stärkerer Ausprägung unangenehm sein, sind aber harmlos. Bei Personen über 55 Jahren scheinen diese Reaktionen weniger stark ausgeprägt zu sein. Etwa 73 % der Studienteilnehmer gaben lokale Reaktionen als Nebenwirkungen an.
  • Systemische Reaktionen: Nach der Impfung können auch Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen auftreten. Ca. 70 % der Studienteilnehmer hatten eine dieser Nebenwirkungen.
  • Sonstige seltene Nebenwirkungen: Bei sehr wenigen Perrsonen traten eine harmlose Schwellung der Lymphknoten (1 % der Studienteilnehmer) bzw. eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) auf (0,02 % der Studienteilnehmer). Es kam auch zu möglicherweise allergischen Reaktionen (0,1% der Studienteilnehmer). Ein Zusammenhang mit der Impfung konnte noch nicht ausgeschlossen werden. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen solche Fälle weiter gründlich.

Impfstoff Covid-19 Vaccine Moderna:

  • Lokale Reaktionen: Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle, Schwellung der Lymphknoten (92 % der Studienteilnehmer).
  • Systemische Reaktionen: Nach der Impfung können Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Ca. 83 % der Studienteilnehmer gaben solche Nebenwirkungen an.
  • Sonstige seltene Nebenwirkungen: Bei sehr wenigen Menschen (0,01 % der Studienteilnehmer) trat eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) auf. Es kam teilweise auch zu allergischen Reaktionen (bei 0,4 % der Studienteilnehmer). Ein Zusammenhang mit der Impfung konnte noch nicht ausgeschlossen werden.

Ja. Empfohlen ist eine Beobachtungszeit von mindestens 5 Minuten nach der Impfung. Bestimmte Risikogruppen sollten 15-30 Minuten nachbeobachtet werden. Dazu gehören z. B. Personen mit einer Gerinnungshemmung und Personen, die in der Vergangenheit bereits allergische oder andere starke Impfreaktionen zeigten. Über die Notwendigkeit der Nachbeobachtung entscheidet der Arzt.

Ja. Die Corona-Impfverordnung sieht dazu eine sogenannte Impfsurveillance (kontinuierliche Impfüberwachung) vor. Impfzentren und mobile Impfteams müssen an das Robert-Koch-Institut Angaben zur geimpften Person (Alter, Geschlecht, Postleitzahl, Grundlage der Priorisierung) sowie Angaben zur Impfung (Datum der Impfung, Name des Impfstoffs, Chargennummer) übermitteln. Diese Daten dienen dem Robert-Koch-Institut sowie dem Paul-Ehrlich-Institut zur Überwachung der Inanspruchnahme, des Impferfolges und der Impfstoffsicherheit.

Impfkomplikationen und übermäßige Nebenwirkungen können auch über das bereits etablierte Verfahren des Paul-Ehrlich-Instituts gemeldet werden.

Da bisher keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit vorhanden sind, ist die Impfung in dieser Zeit nicht empfohlen. Zudem werden Personen unter 18 Jahren ausgeschlossen, da die Impfstoffe nicht an Minderjährigen erprobt wurden.

Prozess und Ausblick

Beschafft und finanziert werden die Impfstoffe durch die Bundesregierung bzw. die EU, die mit den Impfstoffherstellern Lieferverträge abgeschlossen haben. Für die Planung und Verteilung des Impfstoffs sind das Bundesgesundheitsministerium und die Bundesländer zuständig. Die Impfstoffe, die Deutschland erhält, werden entsprechend ihres Bevölkerungsanteils auf die Bundesländer verteilt. Für die Lagerung und Belieferung der Impfzentren sind die Bundesländer zuständig.

Nein. Die Impfstoffe werden derzeit nur über die von der Bundesregierung und den Bundesländern koordinierte Logistik verteilt. Der Impfstoff kann daher zum Beispiel nicht über Apotheken besorgt werden.

Die nationale Impfstrategie sieht vor, so lange über Impfzentren und Impfteams zu impfen, bis der Impfstoff in ausreichenden Mengen verfügbar ist. Dann wird die Corona-Impfung auch bei den niedergelassenen Ärzten, wie Hausärzten, möglich sein. Nach jetzigem Stand könnte dies im Sommer 2021 sein.

Nein. Die Corona-Impfung wird eine freiwillige Impfung sein. Man geht davon aus, dass das Ziel einer ausreichenden Impfquote durch die hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft der Bevölkerung auch so erreicht werden kann. Welcher Anteil der Bevölkerung geimpft sein muss, damit eine entsprechende Herdenimmunität aufgebaut werden kann, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. In der Diskussion ist derzeit ein Wert von ca. 70 %.

Ja, unbedingt! Eine Impfung schützt zwar die geimpfte Person vor einer Infektion. Ob diese Person dann noch andere, ungeimpfte Menschen mit dem Coronavirus anstecken kann, ist bislang unklar. Daher müssen weiterhin alle Personen die empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen befolgen. Schützen können Sie sich und Ihre Mitmenschen vor allem durch die AHA-Regel (Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske). Mehr Informationen dazu auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA).

Nicht nur Corona-Viren können schwerwiegende Erkrankungen verursachen. Auch die uns schon lange bekannten Erreger wie Grippeviren, Pneumokokken, Masern usw. können zu ernsthaften und teils langanhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. 

Daher ist es ratsam, den Impfstatus immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Das heißt: Lassen Sie Ihren Impfpass jährlich vom Arzt prüfen. Holen Sie versäumte Impfungen nach und lassen Sie anstehende Auffrischungen durchführen. 

Dadurch schützen Sie sich auch vor gefährlichen Doppel- oder Zweitinfektionen: Covid-19 kann das Immunsystem stark schwächen. Das macht es dann anfälliger für andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Grippe. Gleichzeitig kann auch eine Erstinfektion mit Grippe das Immunsystem schwächen und andere Infektionen, wie eine Infektion mit dem Coronavirus, begünstigen.