Häufige Fragen zur Grippeimpfung

Antworten auf häufige Fragen zur Grippeimpfung – damit Sie gut informiert entscheiden können

Sie möchten wissen, ob eine Influenza-Impfung für Sie in Frage kommt? Hier finden Sie weitere wichtige Informationen zur Grippeimpfung, die Sie bei Ihrer Entscheidung für oder gegen eine Impfung unterstützen können.

Das Impfen ist die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung gegen eine Grippeinfektion. Eine echte Grippeerkrankung schwächt das Immunsystem. Das macht es anderen Krankheitserregern leichter. Häufig sind Sekundärinfektionen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung die Folge, die schnell lebensbedrohlich werden kann. Vor allem Menschen mit einer anderen Erkrankung sowie ältere Personen sind für schwere Verläufe der Grippe anfällig, die zudem auch Komplikationen wie Herzinfarkte nach sich ziehen kann. Mit einer Impfung schützen Sie auch Ihre Mitmenschen, die sich nicht impfen lassen können.

Die Grippesaison beginnt im Herbst und erstreckt sich in der Regel über den Winter, die Hauptmonate sind Januar und Februar. Bis die Impfung wirkt, dauert es ca. 10 bis 14 Tage. Daher wird empfohlen, sich rechtzeitig impfen zu lassen, also im Oktober oder November. Je nach Verlauf der Grippewelle ist die Impfung gegebenenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll. Sprechen Sie hierzu am besten mit Ihrem Arzt.

Die Grippeschutzimpfung entwickelt ihre Wirkung nach etwa zwei Wochen. Danach besteht der Impfschutz in der Regel über die gesamte Grippesaison (6-12 Monate). Da sich Grippeviren schnell verändern, ist jedes Jahr eine neue Impfung notwendig. Die Impfung schützt vor denjenigen Grippeviren, die voraussichtlich in der folgenden Saison am häufigsten auftreten. Inzwischen haben Studien zudem gezeigt, dass wiederholte Grippeimpfungen besser vor schweren Verläufen schützen.

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich, schwerwiegende Nebenwirkungen wurden in Studien nicht beobachtet. Es können allerdings lokale Unverträglichkeiten auftreten, die sich in Rötungen, Schwellungen und Schmerzen äußern. Selten treten Beschwerden wie leichtes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf. Diese Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab. Lassen die Beschwerden nicht nach, suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf. Allergische Reaktionen wurden bei weniger als einem von 10.000 Geimpften festgestellt, sie sind also äußerst selten.

Die Grippeimpfung bietet leider keinen 100-prozentigen Schutz. Daher kann es auch bei geimpften Personen zu einer Infektion kommen. Häufig verlaufen die Infektionen dann aber in abgeschwächter Form oder völlig unbemerkt.

Die Wirksamkeit der Impfung kann in je nach Saison sehr unterschiedlich sein und hängt unter anderem davon ab, wie gut die im Impfstoff enthaltenen Virusstämme mit den tatsächlich zirkulierenden Viren übereinstimmen. Da sich Grippeviren rasch verändern, ist es sehr schwierig, einen passgenauen Impfstoff zu entwickeln. Bei guter Genauigkeit kann bei jungen Erwachsenen eine Schutzwirkung von 80 %, bei älteren Menschen von 40 % bis 60 % erreicht werden.

Auch wenn die Wirksamkeit also nicht immer optimal ist, können durch die Impfung dennoch viele Erkrankungsfälle, Komplikationen und Todesfälle als Folge einer Influenza vermieden werden.
 

Personen mit schweren akuten Infektionen, fieberhaften Erkrankungen oder einer nachgewiesenen schweren Hühnereiweißallergie sollten sich nicht impfen lassen. Im Zweifelsfall halten Sie hierzu bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Die Grippeimpfung wird auch für Schwangere als sicher bestätigt. Der in Deutschland zugelassene Impfstoff ist ein Totimpfstoff und daher für Schwangere unbedenklich. Für Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel wird die Impfung nur im Fall einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung empfohlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Die Impfung schützt auch das Ungeborene. Eine Grippeinfektion kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen – zum Beispiel Wachstumsverzögerungen und Fehl- oder Frühgeburten. Säuglinge selbst können erst ab dem sechsten Monat gegen Grippe geimpft werden. In den ersten Lebensmonaten kann eine Grippeerkrankung bei Neugeborenen auf Grund ihres noch geschwächten Immunsystems Komplikationen verursachen.

Häufig kommt es bei einer Grippeerkrankung zu einer sogenannten Sekundärinfektion mit Pneumokokken-Erregern, die kompliziert verlaufen kann. Personengruppen, für die neben der Grippeimpfung auch eine Pneumokokken-Impfung empfohlen wird, sollten sich daher auf jeden Fall auch gegen Pneumokokken impfen lassen. Dies gilt für Personen ab 60 Jahre und weitere bestimmte Risikopersonen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite zur Pneumokokken-Impfung.

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