Darmkrebsfrüherkennung mit dem Test auf verdecktes Blut

Eine Entscheidungshilfe: Alles Wichtige rund um den Stuhltest für eine frühzeitige Diagnose.

Der Test auf verdecktes Blut im Stuhl gehört zu den empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen der Darmkrebsvorsorge. Doch häufig ist die Entscheidung für oder gegen den Test nicht leicht. Wie zuverlässig ist der Stuhltest? Wie oft sollte ich ihn machen? Gibt es Nachteile? Mit den Antworten auf die wichtigsten Fragen möchten wir Sie bei Ihrer persönlichen Entscheidung unterstützen.

Darmkrebsfrüherkennung mit dem immunologischen Stuhltest – Ihre SBK-Vorteile:

Der Stuhltest (iFOB-Test) untersucht, ob verstecktes bzw. okkultes Blut im Stuhl enthalten ist. Blut im Stuhl kann ein Hinweis darauf sein, dass eine Krebserkrankung oder deren Vorstufen vorliegen.

Bei Frauen und Männern ab einem Alter von 50 bis 54 Jahren sollte er einmal jährlich durchgeführt werden. Merken Sie sich am besten einen festen Termin, zum Beispiel Ihren Geburtsmonat, damit Sie daran denken. Ab 55 Jahren wird eine Darmspiegelung empfohlen. Falls Sie die Darmspiegelung nicht durchführen, kann der Stuhltest alternativ alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden.

1. Sie vereinbaren einen Termin bei Ihrem Arzt.
2. Sie erhalten von Ihrem Arzt den Test und führen ihn entweder in der Arztpraxis oder zuhause durch.
3. Sie geben den Test an Ihren Arzt zurück. Dieser leitet den Test zur Auswertung an ein Labor weiter.
4. Wenn ein auffälliges Ergebnis vorliegt, kontaktiert Sie Ihr Arzt und bespricht das Ergebnis und weitere Schritte mit Ihnen.

Die zuverlässigste Methode der Darmkrebsfrüherkennung bleibt bis heute die Darmspiegelung. Der Grund: Ein Stuhltest reagiert nur, wenn sich Blut im Stuhl befindet. Aber Tumore im Darm bluten nicht immer. Trotzdem ist der immunologische Stuhltest recht zuverlässig, auch wenn Blut im Stuhl nicht immer gleich Krebs bedeutet: Bei weniger als einem von zehn Menschen, bei denen der Test positiv war, finden Ärzte durch weitere Untersuchungen tatsächlich einen Tumor. Bei den übrigen hat die Blutung andere Ursachen: zum Beispiel Polypen im Darm, Hämorrhoiden oder Darmentzündungen.

 

Im Alter von 50 bis 54 Jahren ist ein Stuhltest besonders sinnvoll, da eine Darmspiegelung erst ab 55 Jahre empfohlen wird.

Das weitere Vorgehen besprechen Sie am besten unmittelbar mit Ihrem Arzt. In den meisten Fällen wird er Ihnen eine Darmspiegelung empfehlen, um mögliche Ursachen festzustellen.

Der immunologische Stuhltest ist eine Kassenleistung. Wir übernehmen die Kosten für den Stuhltest für alle SBK-Kunden zwischen 50 und 54 Jahren jedes Jahr sowie ab 55 Jahre alle zwei Jahre, wenn keine Darmspiegelung durchgeführt wurde.

Wenn Sie ein nachgewiesenes hohes, genetisch bedingtes Risiko für Darmkrebs haben, wird eine Darmspiegelung empfohlen. Die SBK übernimmt die Kosten, wenn die Voraussetzungen dafür bestehen. Sprechen Sie Ihren Hausarzt an. Wenn er in Ihrer Familie Hinweise darauf sieht, überweist er Sie an einen Facharzt oder eine Klinik für eine humangenetische Beratung. Dort wird Ihre Familienkonstellation analysiert und – wenn die Voraussetzungen bestehen – ein Gentest durchgeführt.

Mit folgenden Maßnahmen können Sie Ihr Darmkrebsrisiko senken:

  • Gehen Sie regelmäßig zur Früherkennungsuntersuchung.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig.
  • Trinken Sie wenig oder gar keinen Alkohol.
  • Rauchen Sie nicht.
  • Vermeiden Sie Übergewicht.

Außerdem hilft gesunde und ausgewogene Ernährung: Essen Sie wenig rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte und viel ballaststoffreiche pflanzliche Kost. Mehr Informationen zu gesunder Ernährung finden Sie auf den Seiten im Bereich Ernährung.

So bekommen Sie den immunologischen Stuhltest

Sie erhalten den Stuhltest von Ihrem Arzt und führen ihn dann einfach zuhause oder in der Praxis durch. Der immunologische Stuhltest ist eine Kassenleistung. Wir übernehmen die Kosten für den Stuhltest für alle SBK-Kunden zwischen 50 und 54 Jahren jedes Jahr sowie ab 55 Jahre alle zwei Jahre, wenn keine Darmspiegelung durchgeführt wurde.

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